Deutsche Bank Research hat Nordex am Freitag nach den Quartalszahlen auf „Buy“ belassen und das Kursziel von 59 Euro bestätigt. Die Aktie stieg am Freitag um 4,3%. Als Auslöser des Kursplus bezeichnete dpa-AFX den kräftigen Gewinnsprung des Unternehmens.

John Kim schrieb, das dritte Quartal habe überzeugt. Auch die Aussagen zum Schlussquartal stimmten zuversichtlich. Damit bezog sich seine positive Einschätzung sowohl auf die veröffentlichten Ergebnisse als auch auf die Aussagen zum weiteren Geschäftsverlauf.

Höherer Gewinn und freier Cashflow

Im dritten Quartal 2026 erzielte Nordex ein EBITDA von 278 Mio. Euro. Im Vorjahresquartal hatte das Ergebnis bei 135,9 Mio. Euro gelegen. Nach Unternehmensangaben hat sich das EBITDA damit mehr als verdoppelt.

Der Nettogewinn erreichte im dritten Quartal 2026 insgesamt 147 Mio. Euro. Zugleich meldete Nordex einen freien Cashflow von 379 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge lag bei 12,7 Prozent.

Beim Umsatz verzeichnete Nordex im dritten Quartal 2026 einen Anstieg um 28,2 Prozent auf 2,19 Mrd. EUR. Die erhöhte EBITDA-Margenprognose für das Gesamtjahr 2026 beträgt 11,5 bis 12,5 Prozent.

Aufträge mit langfristigem Service

Neben den Ergebnissen stehen zwei im Oktober gemeldete Aufträge. Am 22. Oktober meldete Nordex den Markteintritt in Neuseeland mit einer Bestellung von Mercury. Der Auftrag umfasst Windenergieanlagen mit insgesamt 192 MW für einen Windpark in Otago sowie einen Servicevertrag über 30 Jahre.

Vor rund zwei Wochen bestellte außerdem DenkerWulf neun Windenergieanlagen für den Windpark Bredenbek in Schleswig-Holstein. Die Anlagen haben eine Gesamtleistung von 51,3 MW. Zum Auftrag gehören zudem 20 Jahre Premium Service.