Die Aktie des Windkraftanlagenherstellers geriet am Donnerstag nach Börsenschluss unter erheblichen Druck. Grund ist eine überraschende Aktienplatzierung durch einen Großaktionär. Die Papiere brachen auf der Handelsplattform Tradegate zeitweise um bis zu 12 Prozent ein, bevor sich der Rückgang auf etwa 5 Prozent abschwächte.
Hinter dem Verkauf steht die Beteiligungsgesellschaft Skion der BMW-Erbin Susanne Klatten. Bloomberg berichtete unter Berufung auf entsprechende Unterlagen, dass Skion sieben Millionen Nordex-Anteile platziert. Der Verkaufspreis liegt bei 32,15 Euro je Aktie – ein Abschlag von rund 5 Prozent zum Xetra-Schlusskurs von 33,80 Euro am Donnerstag.
Die Nachricht trifft die Aktie in einer Phase der Stärke. Erst am Donnerstag hatte das Papier mit 34,76 Euro ein neues Rekordhoch seit 2002 markiert. Die Platzierung beendet damit vorerst die beeindruckende Aufwärtsbewegung der vergangenen Wochen.
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Moderate Discount signalisiert Nachfrage
Marktteilnehmer bewerten die Platzierung unterschiedlich. Ein Händler interpretierte den vergleichsweise moderaten Abschlag von knapp 5 Prozent als Zeichen solider Nachfrage. Der nun beseitigte Angebotsüberhang könne die aktuelle Kursschwäche zu einer Kaufgelegenheit machen, so seine Einschätzung.
Noch optimistischer äußerte sich Analyst Constantin Hesse von Jefferies. Er sieht in der nachbörslichen Kursreaktion eine attraktive Einstiegschance. Seine Begründung: Die positive Auftragslage und der solide erwartete Barmittelfluss machten die Ausgangslage für 2026 besonders interessant.
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Was bedeutet der Ausstieg?
Der Verkauf durch Skion wirft Fragen zur strategischen Positionierung auf. Warum trennt sich ein Großaktionär genau auf dem Höchststand? Die Platzierung von sieben Millionen Aktien stellt eine bedeutende Größenordnung dar und könnte kurzfristig als Belastung auf dem Kurs lasten.
Andererseits: Das Interesse institutioneller Investoren am Windkraftsektor bleibt hoch. Die schnelle Platzierung der Anteile deutet darauf hin, dass genügend Käufer bereitstanden, die Aktien zum reduzierten Preis aufzunehmen.
Am 25. Februar steht die Veröffentlichung des Jahresberichts an. Dann wird sich zeigen, ob die optimistischen Analystenstimmen zur Auftragslage und zum Cashflow gerechtfertigt sind.
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