Weniger Turbinen, aber mehr Umsatz pro Megawatt. Bei Nordex verschiebt sich der Fokus spürbar von reinem Volumenwachstum hin zu strikter Preisdisziplin. Der Windanlagenbauer meldet für das erste Quartal 2026 zwar einen erwarteten Rückgang beim Auftragseingang, sendet aber ein klares Signal für die Profitabilität.
Preissprung federt Volumenrückgang ab
Im Segment Projekte verbuchte die Nordex Group zwischen Januar und März Aufträge über 1.869 Megawatt. Im Vorjahr waren es noch 2.182 Megawatt. Ein Schock ist das nicht. Das Unterschreiten des Vorjahresniveaus war im Markt bereits eingepreist.
Wesentlich relevanter ist die Entwicklung auf der Preisseite. Der durchschnittliche Verkaufspreis kletterte auf 0,91 Millionen Euro pro Megawatt. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert bei 0,87 Millionen Euro. Nordex begründet den Anstieg primär mit einem veränderten Projektumfang und regionalen Mix-Effekten. Insgesamt bestellten Kunden 292 Windkraftanlagen für Projekte in 13 Ländern. Deutschland, die Türkei und Schweden kristallisierten sich dabei als stärkste Einzelmärkte heraus. CEO José Luis Blanco sieht die Pipeline in Europa und Nordamerika weiterhin solide aufgestellt und rechnet mit einer anhaltenden Auftragsdynamik im Jahresverlauf.
Aktie konsolidiert auf hohem Niveau
Die Börse reagierte gelassen auf die Zahlenvorlage. Aktuell notiert das Papier bei 44,94 Euro und gönnt sich damit eine minimale Verschnaufpause. Auf Sicht von sieben Tagen steht ein leichtes Minus von 0,84 Prozent. Angesichts der massiven Kursrally fällt das kaum ins Gewicht. Seit Jahresbeginn steht ein sattes Plus von fast 50 Prozent auf der Anzeigetafel, auf Zwölf-Monats-Sicht hat sich der Kurs mit einem Zuwachs von 192 Prozent fast verdreifacht. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 46,18 Euro bleibt damit extrem gering.
Abrechnung am 27. April
Am 27. April veröffentlicht das Unternehmen die vollständigen Quartalszahlen. Dann rückt die Profitabilität endgültig in den Mittelpunkt. Nordex muss belegen, dass die höhere Marge pro Megawatt ausreicht, um die anvisierte EBITDA-Marge von 8,0 bis 11,0 Prozent für das Gesamtjahr abzusichern. Der Konzernumsatz soll dabei planmäßig einen Korridor zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro erreichen.
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