Die Nordex-Aktie hat sich binnen Jahresfrist mehr als verdreifacht – und der Hamburger Windturbinenhersteller liefert weiter. Am Dienstag meldet das Unternehmen einen neuen Auftrag aus Hessen, nur wenige Tage nach Rekordergebnissen im vierten Quartal 2025. Die zentrale Frage: Kann Nordex die operative Stärke in nachhaltig höhere Margen übersetzen?
Operativer Durchbruch im Schlussquartal
Das vierte Quartal 2025 markierte einen Wendepunkt. Das operative Ergebnis (EBITDA) sprang um 188 Prozent auf 307,4 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge kletterte dabei auf 12,1 Prozent – mehr als eine Verdopplung gegenüber den mageren 4,9 Prozent des Vorjahresquartals.
Im Gesamtjahr erwirtschaftete Nordex einen Nettogewinn von 274 Millionen Euro. Das übertraf nicht nur die Analystenerwartungen von 249 Millionen Euro, sondern stellte auch die 9 Millionen Euro aus 2024 deutlich in den Schatten. Die EBITDA-Marge verdoppelte sich im Jahresvergleich nahezu von 4,1 auf 8,4 Prozent.
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Parallel dazu legte der Auftragseingang im vierten Quartal um knapp zehn Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro zu. Das Preisumfeld blieb dabei stabil. Die aktuell bei 41,20 Euro stehende Aktie gibt heute zwar vier Prozent nach, hat aber seit Jahresanfang bereits mehr als ein Drittel zugelegt.
Neue Auftragsmeldung aus Hessen
Der heute vermeldete Auftrag von Qualitas Energy Deutschland umfasst acht N163/6.X-Turbinen mit einer Gesamtleistung von 56 Megawatt für den Windpark Wippershainer Höhe bei Bad Hersfeld. Nordex liefert und errichtet die Anlagen auf 164 Meter hohen Hybridtürmen. Hinzu kommt ein 20-jähriger Premium-Vollwartungsvertrag – ein wichtiger Baustein für wiederkehrende Erlöse und stabilere Erträge.
Die Installation soll im Sommer 2027 beginnen, die Inbetriebnahme für Ende 2027 ist vorgesehen. Der Auftrag reiht sich ein in eine Serie von Meldungen, die Nordex seit Jahresbeginn veröffentlicht hat, darunter 189 Megawatt für OX2 in Schweden.
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Ausblick 2026: Hohe Erwartungen
Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro an – ein Wachstum von bis zu 19 Prozent. Die EBITDA-Marge soll im Bereich von 8 bis 11 Prozent liegen. Mittelfristig strebt Nordex 10 bis 12 Prozent an.
Erstmals führt der Konzern zudem eine Aktionärsrendite-Politik ein: Ab 2027 sollen mindestens 50 Millionen Euro jährlich über Dividenden oder Aktienrückkäufe ausgeschüttet werden. RBC-Analyst Moody zeigte sich angesichts des starken freien Cashflows von dieser Summe allerdings enttäuscht und nannte das Ziel konservativ.
Die Frage bleibt, ob Nordex das ambitionierte Margenziel unter dem Druck von Lieferketten und Wettbewerbsintensität wirklich dauerhaft halten kann. Die Delta4000-Plattform soll als zentraler Treiber kosteneffiziente Lösungen liefern – ohne dass neue Plattformstarts nötig wären. Am 10. August folgen die Halbjahreszahlen, die zeigen werden, ob der eingeschlagene Kurs Bestand hat.
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