Nordex Aktie: Sensations-Zahlen!

Der Windkraftanlagenbauer Nordex übertrifft mit einem EBITDA von 631 Millionen Euro die Erwartungen deutlich und kündigt erstmals Aktionärsvergütungen ab 2027 an.

Nordex Aktie
Kurz & knapp:
  • EBITDA 2025 übertrifft Konsens um 34 Prozent
  • Erstmalige Kapitalrückflüsse ab dem Jahr 2027
  • Rekord-Finanzkennzahlen im Schlussquartal
  • Aktie springt um über 13 Prozent nach oben

Windkraftanlagenbauer Nordex hat gestern Geschäftszahlen vorgelegt, die selbst optimistische Erwartungen pulverisieren. Das EBITDA für 2025 lag mit 631 Millionen Euro um satte 34 Prozent über dem Analystenkonsens – und mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Noch bemerkenswerter: Erstmals will der Konzern ab 2027 Kapital an die Aktionäre zurückfließen lassen.

Rekordquartal treibt Jahresergebnis

Das vierte Quartal entwickelte sich zum stärksten der Unternehmensgeschichte. Mit einem Umsatz von rund 2,54 Milliarden Euro übertraf Nordex das Vorjahresquartal um 16 Prozent. Die EBITDA-Marge erreichte 12,1 Prozent, das Nettoergebnis kletterte auf 184 Millionen Euro – zehnmal mehr als ein Jahr zuvor.

Besonders eindrucksvoll: Der Free Cash Flow im Schlussquartal belief sich auf 565 Millionen Euro. Die produzierte Turbinenleistung stieg auf 3.202 Megawatt, ein Plus von 27 Prozent gegenüber Q4 2024.

Bruttomarge springt auf 27 Prozent

Im Gesamtjahr 2025 erzielte Nordex Umsatzerlöse von rund 7,6 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 8,4 Prozent – am oberen Ende der angehobenen Guidance. Die Bruttomarge verbesserte sich von 21 auf 27 Prozent. Das EBIT vervierfachte sich nahezu auf 450 Millionen Euro.

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Der Free Cash Flow erreichte mit 863 Millionen Euro einen Rekordwert. Die Working-Capital-Quote lag bei minus 12,4 Prozent und übertraf damit die eigene Zielvorgabe deutlich. Zum Jahresende verfügte der Konzern über eine Liquidität von 1,9 Milliarden Euro.

Auftragsflut hält an

Den zweiten Rekord-Auftragseingang in Folge verzeichnete Nordex mit 10,2 Gigawatt bestellter Leistung. In Wertterminologie erreichten die Bestellungen 9,3 Milliarden Euro. Das kombinierte Orderbuch summierte sich auf rund 16 Milliarden Euro.

Für 2026 stellt das Management Umsätze zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro in Aussicht, bei einer EBITDA-Marge von 8,0 bis 11,0 Prozent. Mittelfristig hob Nordex das Margenziel auf 10 bis 12 Prozent an.

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Kapitalrückflüsse ab 2027

Eine Premiere kündigte CEO José Luis Blanco an: Ab 2027 sollen mindestens 50 Millionen Euro jährlich an die Aktionäre fließen – wahlweise als Dividende oder über Aktienrückkäufe. Die zeitliche Verzögerung resultiert aus Unterschieden zwischen IFRS- und HGB-Rechnungslegung.

US-Expansion im Visier

Im Reuters-Interview zeigte sich Blanco optimistisch für die USA-Rückkehr. Der frühere Marktanteil von 20 Prozent sei geschrumpft, 2025 entfielen nur noch 4 Prozent der installierten Leistung auf Nordamerika. Die steigende Energienachfrage durch Rechenzentren biete jedoch erhebliches Wachstumspotenzial.

Die Aktie reagierte auf die Zahlen mit einem Kurssprung von über 13 Prozent zur Markteröffnung und erreichte den höchsten Stand seit Juni 2002. Seit Jahresbeginn 2025 hat sich der Kurs etwa verdreifacht. Mit der gestrigen Notiz bei 41,46 Euro liegt die Jahresperformance bei knapp 38 Prozent.

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