Nordex hat im dritten Quartal deutlich mehr Windturbinen verkauft als vor einem Jahr. Der Auftragseingang im Projektgeschäft stieg um 29,5 Prozent auf 2,8 Gigawatt. Treiber war weniger der Heimatmarkt als das Ausland, allen voran die Türkei.

Internationaler Mix prägt das Quartal

Kunden bestellten zwischen Juli und September 427 Anlagen für Projekte in zehn Ländern. Die Türkei war mit mehr als 900 Megawatt der größte Einzelmarkt, gefolgt von Deutschland und den USA. In den Vereinigten Staaten verbuchte Nordex seit Jahresbeginn bereits mehr als 1,3 Gigawatt.

Nach neun Monaten steht ein Auftragseingang von rund 7,7 Gigawatt zu Buche, 16,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Servicegeschäft ist in diesen Zahlen nicht enthalten.

CEO José Luis Blanco spricht von einem zunehmend internationalen Auftragseingang. Er erwartet, dass der Auslandsanteil weiter wächst, sobald die Pipeline in den kommenden Quartalen in feste Bestellungen übergeht. Europa und Deutschland blieben aber weiterhin stark.

Preise bleiben stabil

Für Anleger ist die Preisentwicklung mindestens so wichtig wie das Volumen. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag im dritten Quartal bei 0,90 Millionen Euro je Megawatt, nach 0,93 Millionen im Vorjahresquartal. Über die ersten neun Monate beträgt er 0,93 Millionen Euro und damit minimal mehr als im Vorjahr (0,92 Millionen).

Den leichten Rückgang im Quartal führt das Unternehmen auf Projektumfang und regionale Mix-Effekte zurück. Das Preisumfeld bezeichnet es weiterhin als stabil. Das Volumenwachstum kommt also nicht auf Kosten der Marge je Anlage, zumindest nicht erkennbar.

Dazu passt der Blick auf die Größe des Konzerns: Nordex erzielte 2025 einen Umsatz von rund 7,6 Milliarden Euro und beschäftigt mehr als 11.100 Mitarbeiter. Werke gibt es unter anderem in Deutschland, Spanien, Brasilien, Indien, den USA und der Türkei. Die breite Fertigungsbasis hilft, internationale Aufträge lokal zu bedienen.

Nächster Termin

Die ausführlichen Zahlen zum dritten Quartal legt Nordex am 5. November vor. Dann zeigt sich, wie sich der Auftragsschub in Umsatz und Ergebnis niederschlägt.