In wenigen Tagen zeigt sich, ob Nordex seinen Profitabilitätskurs hält. Am 27. April veröffentlicht der Windturbinenhersteller die Ergebnisse zum ersten Quartal 2026 — und der Markt schaut genau hin.
Weniger Megawatt, höherer Preis
Das Auftragsbild für Q1 sendet ein klares Signal: Im Segment Projekte buchte Nordex zwischen Januar und März 1.869 Megawatt — rund 14 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der durchschnittliche Verkaufspreis stieg dabei auf 0,91 Millionen Euro pro Megawatt, nach 0,87 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Nordex erklärt den Anstieg mit verändertem Projektumfang und regionalen Mix-Effekten.
Das Muster ist eindeutig: Das Unternehmen tauscht Volumen gegen Marge. Ob diese Rechnung aufgeht, werden die Q1-Zahlen zeigen. Für das Gesamtjahr peilt Nordex eine EBITDA-Marge zwischen 8,0 und 11,0 Prozent an — bei einem Konzernumsatz von 8,2 bis 9,0 Milliarden Euro.
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Rekordjahr als Ausgangsbasis
Die Basis ist stark. Im Geschäftsjahr 2025 kletterte der Umsatz auf 7,55 Milliarden Euro, das EBITDA mehr als verdoppelte sich auf 631 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge sprang von 4,1 auf 8,4 Prozent — im Schlussquartal erreichte sie sogar 12,1 Prozent. Im deutschen Onshore-Markt, der 2025 Rekordgenehmigungsniveaus verzeichnete, entfiel rund ein Drittel der neu installierten Turbinenleistung auf Nordex.
Analysten optimistisch
Jefferies hob das Kursziel kurz vor dem Berichtstermin von 50 auf 54 Euro an und bekräftigte das „Buy“-Votum. Die Analysten verweisen auf verbesserte Regulierung, stärkere Branchenfundamentaldaten und den Rückenwind durch die aktuelle Energiekrise. Goldman Sachs bestätigte ebenfalls „Buy“ mit einem Kursziel von 49,60 Euro.
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Die Aktie erreichte am 16. April mit 46,30 Euro ein neues 10-Jahres-Hoch. Für einen nachhaltigen Ausbruch nach oben gilt die 47-Euro-Marke als entscheidende Schwelle — die bislang nicht überwunden wurde.
Hauptversammlung folgt direkt
Auf die Quartalszahlen folgt am 5. Mai die Hauptversammlung. Auf der Agenda stehen die Erweiterung des Aufsichtsrats sowie die Einführung elektronischer Aktien. Für Nordex-Aktionäre verdichten sich damit die relevanten Termine auf weniger als zwei Wochen — mit dem Q1-Bericht als erstem Gradmesser dafür, ob der Margenkurs aus dem Rekordjahr trägt.
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