Die Eisenbahngesellschaft Norfolk Southern präsentierte am 29. Januar 2026 ihre Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 – und die fallen durchwachsen aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 3,22 Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 2,77 Dollar um satte 16 Prozent. Doch beim Blick auf die Gesamtentwicklung wird klar: Der Gewinn ist unter Druck.
Der Nettogewinn brach im Schlussquartal auf 644 Millionen Dollar ein, ein Minus von 12 Prozent gegenüber den 733 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Je Aktie bedeutet das einen Rückgang von 3,23 auf 2,87 Dollar. Die Umsätze gaben um 1,7 Prozent auf 2,97 Milliarden Dollar nach – hier machte sich ein Volumenschwund von 4 Prozent bemerkbar.
Segmente unter Druck
Besonders deutlich zeigt sich die Schwäche im Intermodal-Geschäft: Die Erlöse sanken um 6 Prozent auf 747 Millionen Dollar, während das Transportvolumen sogar um 7 Prozent einbrach. Noch drastischer traf es das Kohlesegment mit einem Umsatzminus von 11 Prozent auf 347 Millionen Dollar – schwache Preise im Seehandel belasteten hier massiv. Lediglich das Merchandise-Segment zeigte mit einem Plus von 2 Prozent auf 1,88 Milliarden Dollar eine stabile Entwicklung.
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Die operative Marge verschlechterte sich ebenfalls: Die bereinigte Operating Ratio lag bei 65,3 Prozent, verglichen mit 64,9 Prozent im Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis fiel von 1,06 auf 1,03 Milliarden Dollar.
Kostenmanagement als Lichtblick
Wie reagiert das Management auf diese Entwicklung? Mit konsequentem Sparen. Norfolk Southern realisierte 2025 Produktivitätsverbesserungen von über 215 Millionen Dollar und übertraf damit das selbst gesteckte Ziel. Für 2026 sind weitere 50 Millionen Dollar an Einsparungen geplant. Die operativen Ausgaben sollen zwischen 8,2 und 8,4 Milliarden Dollar liegen, die Investitionsausgaben werden um 300 Millionen Dollar auf 1,9 Milliarden Dollar gesenkt – ein Rückgang von 14 Prozent.
Beim Thema Sicherheit verbuchte das Unternehmen messbare Fortschritte: Der FRA Personal Injury Index verbesserte sich auf 1,00 nach 1,18 im Vorjahr, die Unfallrate sank deutlich von 3,19 auf 2,19.
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Ungewisse Aussichten
Für das laufende Jahr bleibt die Nachfrageentwicklung unklar. CEO Mark George betonte zwar die Fokussierung auf Sicherheit und Kostendisziplin, doch die Segmentaussichten sind gemischt. Während im Merchandise-Bereich mit positiven Impulsen aus der Fahrzeugproduktion gerechnet wird, kämpft das Intermodal-Geschäft mit hohen Lagerbeständen. Das Kohlesegment bleibt durch schwache Exportpreise belastet.
Im vorbörslichen Handel am 29. Januar 2026 legte die Aktie um 0,71 Prozent auf 286,49 Dollar zu – die Anleger honorierten offenbar die besser als erwarteten bereinigten Ergebnisse. Für das Gesamtjahr 2025 erreichte Norfolk Southern einen bereinigten Gewinn je Aktie von 12,49 Dollar, ein Plus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die erwähnte anstehende Fusion, vermutlich mit Union Pacific, könnte zusätzliche Unsicherheit bringen. Ob die Effizienzgewinne ausreichen, um die Volumenschwäche zu kompensieren, dürfte sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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