Hinter der jüngsten Kursrallye vom Donnerstag für die Aktie der Novo Nordisk steckt eine regulatorische Entwicklung in den USA, die von den Finanzmärkten am Donnerstag mit großer Euphorie aufgenommen wurde. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine weitreichende Entscheidung getroffen, die den Markt für Abnehm- und Diabetesmedikamente grundlegend verändert: Sogenannte Generika-Semaglutide dürfen nicht mehr einfach in großem Stil kopiert werden (wenn es einen Engpass gibt).

Für Novo Nordisk bedeutet dies, dass eine erhebliche Apotheken-Konkurrenz durch unzulässige Nachahmerprodukte praktisch über Nacht vom Markt verschwindet. Diese Nachricht hat das Stimmungsbild unter den Investoren massiv aufgehellt und die Aktie am Donnerstag um 4,2 % auf 35,90 Euro nach oben getrieben. Dadurch hat sich das Papier bereits um mehr als 9,1 % von seinen jüngsten Tiefstständen bei 30 Euro entfernt.

Novo Nordisk: Noch gibt es Schwierigkeiten

Trotz der angekündigten Umsatzrückgänge für das laufende Jahr sorgt die Kombination aus der FDA-Beschränkung und den erfolgreichen Phase-3-Studien für Zuversicht. Analysten gehen davon aus, dass die Aktie durch diese Entwicklungen wieder mehr Chancen hat, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Analysten trauen dem Titel nach wie vor einiges zu: Die durchschnittlichen Schätzungen beziffern das Kursziel auf ein Niveau, das einem Aufwärtspotenzial von über 18 % entspricht. Ob dieser Durchbruch an den Märkten nachhaltig gelingt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Mit der geplanten Einreichung der Zulassungsunterlagen für Ozempic und Rybelsus bei Jugendlichen in der zweiten Jahreshälfte hat Novo Nordisk ein weiteres Ass im Ärmel. Anleger, die am Donnerstag vor dem Feiertag zugegriffen haben, setzen darauf, dass die Dänen ihre marktbeherrschende Stellung bei GLP-1-Präparaten erfolgreich verteidigen und die Aktie ihre charttechnische Durststrecke endgültig hinter sich lässt. Analysten sind zuversichtlich!