Eine Dividende, eine Hauptversammlung, ein laufendes Aktienrückkaufprogramm — bei Novo Nordisk verdichten sich in dieser Woche gleich mehrere Ereignisse für Aktionäre. Das Unternehmen kämpft dabei an mehreren Fronten gleichzeitig: Preisdruck im Kerngeschäft, ein gescheitertes Alzheimer-Programm und der Aufbau neuer Vertriebskanäle.
Rückkaufprogramm nimmt Fahrt auf
Das laufende Aktienrückkaufprogramm schreitet planmäßig voran. Bis zum 20. März hat Novo Nordisk insgesamt rund 7,85 Millionen B-Aktien zu einem Durchschnittspreis von 266,53 DKK zurückgekauft — ein Gesamtvolumen von rund 2,09 Milliarden DKK. Das Gesamtprogramm ist auf bis zu 15 Milliarden DKK über zwölf Monate angelegt. Allein in der Woche vom 16. bis 20. März wurden täglich zwischen 250.000 und 260.000 Aktien erworben, zu Tagesdurchschnittspreisen zwischen 235 und 250 DKK.
Die Rückkäufe fallen in eine Phase erheblichen Kursdrucks. Die Aktie notiert nahe Mehrjahrestiefs — seit Jahresbeginn hat sie rund 29 Prozent verloren. Hintergrund ist eine deutlich eingetrübte Umsatzprognose: Für 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 5 bis 13 Prozent zu konstanten Wechselkursen, getrieben von Preisdruck im GLP-1-Geschäft und einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt. CEO Mike Doustdar bezeichnete 2025 als „herausforderndes Jahr“ — und stellte keine schnelle Wende in Aussicht.
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Alzheimer-Studie gescheitert, Hims-Partnerschaft als Gegengewicht
Anfang März präsentierte Novo Nordisk auf der AD/PD-Konferenz die vollständigen Ergebnisse der EVOKE- und EVOKE+-Studien. Das Ergebnis war eindeutig: Orales Semaglutid zeigte gegenüber Placebo keine klinische Wirksamkeit bei Patienten mit frühem Alzheimer — weder bei Kognition noch bei Alltagsfunktion. Das Programm war bereits im November 2025 nach den ersten Topline-Daten beendet worden. Wissenschaftler sehen jedoch weiterhin Potenzial für GLP-1-Wirkstoffe bei Alzheimer-Patienten mit gleichzeitigen Stoffwechselerkrankungen oder als Präventionstherapie.
Auf der Vertriebsseite gelang hingegen ein konkreter Fortschritt. Die Kooperation mit Hims & Hers bringt Ozempic und Wegovy — sowohl als Injektion als auch in Tablettenform — auf die Telehealth-Plattform. Analysten werten den Deal als strategisch bedeutsam: Novo Nordisk verwandelt einen früheren Rechtsstreitgegner in einen digitalen Vertriebskanal und entzieht damit kompoundierten GLP-1-Produkten einen Teil ihrer Reichweite.
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Termine der Woche im Überblick
Für Aktionäre ist die laufende Woche terminreich:
- 26. März 2026: Hauptversammlung in Kopenhagen (14:00 Uhr MEZ), anschließend informelles Aktionärstreffen
- 27. März 2026: Ex-Dividenden-Datum an der Kopenhagener Börse
- 30. März 2026: Ex-Dividenden-Datum an der NYSE (Dividende: 1,275 USD je ADR)
- 8. April 2026: Auszahlungsdatum der Dividende
Auf der Hauptversammlung stehen Vorstandswahlen auf der Agenda. Neben der Wiederwahl von Lars Rebien Sørensen als Vorsitzendem und Cees de Jong als stellvertretendem Vorsitzendem schlägt der Vorstand drei neue Mitglieder vor: Helena Saxon, Jan van de Winkel und Ramona Sequeira.
Mittelfristig richtet CEO Doustdar den Blick auf potenzielle Produktlaunches: Die Inkretinkombination CagriSema sowie die Hämophilietherapie Mim8 sollen 2026 auf den Markt kommen. Zudem erwartet das Unternehmen Phase-3-Ergebnisse für Etavopivat bei Sichelzellkrankheit und Ziltivekimab bei chronischer Nierenerkrankung — Datenpunkte, die für die mittelfristige Pipeline-Bewertung entscheidend sein werden.
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