Die Aktie von Novo Nordisk steht am Donnerstag bei 31,15 Euro und verliert damit zunächst bislang 1,11 %. Nach der bereits schwächeren Entwicklung am Mittwoch setzte sich der Druck damit fort. Am Vortag hatte der Kurs bei rund 31,50 Euro gelegen und ebenfalls nachgegeben. Die jüngsten Handelstage zeigen damit eine anhaltende Abwärtsbewegung, bei der aber immerhin die Unterstützungen von 30 Euro auch weiterhin stehen.

Über längere Zeiträume hinweg fällt das Bild deutlich negativer aus. Innerhalb von drei Monaten verlor die Aktie rund 28,08 %. Seit Jahresanfang ist die Aktie nunmehr noch einmal schwächer als ohnehin schon im abgelaufenen vorhergehenden Jahr.

Novo Nordisk: Ist sie stärker als gedacht?

Dabei stehen den Kursverlusten durchaus positive Nachrichten gegenüber. Am Mittwoch wurde bekannt, dass ein wichtiges Medikament des Unternehmens künftig breiter eingesetzt werden soll. Die britische Gesundheitsbehörde empfahl, ein Präparat zur Vorbeugung von Herzinfarkten und Schlaganfällen bei Risikopatienten stärker zu nutzen. Damit könnte sich der potenzielle Patientenkreis erheblich erweitern.

Dies wiederum sollte noch einmal Auftrieb geben. Das zumindest ist die Erwartung der meisten Beobachter.

Das betreffende Medikament basiert auf dem Wirkstoff Semaglutid und gehört zur Gruppe der GLP-1-Therapien. Studien hatten gezeigt, dass sich das Risiko schwerer Herz-Kreislauf-Ereignisse um etwa 20 % reduzieren lässt, wenn es zusätzlich zu bestehenden Therapien eingesetzt wird. Schätzungen zufolge könnten rund 1,2 Millionen Menschen von dieser erweiterten Anwendung profitieren.

Trotz dieser Perspektiven bleibt die Kursentwicklung rätselhaft bzw. schwach. Marktteilnehmer reagieren offenbar zurückhaltend auf neue Impulse und gewichten bestehende Unsicherheiten stärker. Auch frühere Enttäuschungen im Zusammenhang mit Erwartungen an das Wachstum wirken weiterhin nach.

Analysten sehen dennoch Kurschancen von über 30 %. Das ist durchaus beeindruckend.