Novo Nordisk legte am Feiertag in Deutschland erneut zu. Die Aktie kletterte um 1,5 % und erreichte 50,72 Euro. Damit bestätigte sich zwar die Stärke der vergangenen Wochen, eine echte Wende im Kursverlauf lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.

Die Aufmerksamkeit richtet sich weiterhin auf die Schwerpunkte des Unternehmens, also Diabetologie und Abnehmprodukte. Besonders im Fokus stehen die Präparate zur Gewichtsreduktion, die in den vergangenen Jahren weltweit Beachtung fanden. Erst kürzlich berichteten Medien, dass ein europäischer Ärzteverband den Einsatz dieser Mittel für bestimmte Patientengruppen befürwortet. Solche Empfehlungen besitzen Gewicht, da sie Einfluss auf Verschreibungsrichtlinien und die Akzeptanz im Gesundheitswesen nehmen können.

Novo Nordisk hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der Schwergewichte im europäischen Gesundheitssektor entwickelt. Mit den Umsatztreibern im Bereich Diabetes und Adipositas konnte das Unternehmen seine Position ausbauen. Diese Stärke sorgt dafür, dass jede neue Meldung aus dem medizinischen Umfeld den Kurs direkt beeinflusst.

Novo Nordisk: Sie nutzt den Schub dazu überhaupt nicht

An den Börsen wirkt diese Meldung bis dato in keiner Weise. Viele Marktteilnehmer sehen darin einen Beleg, dass die Medikamente von Novo Nordisk langfristig nicht nur ein Modetrend sind, sondern medizinisch breiter genutzt werden könnten. Gleichwohl bleibt der Kursverlauf von kurzfristigen Schwankungen geprägt, die vor allem durch die hohen Erwartungen an den Konzern getrieben werden.

Technisch betrachtet bewegt sich die Aktie zwar oberhalb wichtiger Durchschnittslinien wie dem GD100, doch ein eindeutiger Ausbruch nach oben fehlt weiterhin. Auch nach dem Anstieg auf 50,72 Euro bleibt offen, ob die Bewegung ausreicht, um einen nachhaltigen Trend einzuleiten. Die Börsen zeigen sich zurückhaltend, da zuvor die Notierungen mehrmals in Richtung 45 Euro gefallen waren.