Die Börse reagierte zuletzt in einem echten Abwärtslauf für die Dänen von Novo Nordisk nun unerbittlich. Novo Nordisk verlor am Freitag weitere – 0,8 %, was nicht viel ist. Aber: Auf Wochensicht summierte sich der Abschlag auf über -22 %. Der Kurs fiel auf 31,55 Euro beziehungsweise rund 235 DKK. Damit rutschte die Aktie auf ein Mehrjahrestief. Vom 52 Wochen Hoch bei 87,10 Euro beträgt der Abstand inzwischen etwa -63 %. Dieses Ziel wird sich nicht mehr so schnell erreichen lassen. Fraglich bleibt aktuell vielmehr, ob die Aktie nun wieder rasch zumindest etwas weiter nach oben klettern kann.

Novo Nordisk: Die Börsen haben unerbittlich gerichtet

Auslöser des massiven Verkaufsdrucks war das Ergebnis der Phase 3 Studie REDIFINE 4 zum Wirkstoff CagriSema. Das Präparat erreichte nach 84 Wochen eine durchschnittliche Gewichtsreduktion von 23 %. Das Konkurrenzprodukt Zepbound von Eli Lilly kam im gleichen Zeitraum auf 25,5 %. Damit verfehlte CagriSema das Ziel, zumindest gleichzuziehen. Der Abstand von 2,5 Prozentpunkten genügte, um die Marktchancen neu zu bewerten.

Die Börsen haben hier massiv reagiert und die Analysten zogen hinterher. Generell sehen die durchschnittlich am Markt noch sichtbaren Schätzungen aber weiterhin ein Kursziel von 345,55 DKK an. Dies wäre ein Aufschlag von rund 45 % und damit recht auffällig. Allerdings haben vereinzelt jetzt schon die ersten Analysten die Einschätzungen angepasst und nennen z. B. wie die JPMorgan 250 DKK oder Barclays 270 DKK. Eventuell gibt es noch weitere Anpassungen.

Die Aktie ist massiv unter Druck geraten. Aber daraus kann sich auch eine neue Story entwickeln. Denn Novo Nordisk wird aktuell auch so tief gehandelt, dass das KGV teils auf nur noch 14 gesunken ist. Im historischen Vergleich ist dies sicher 50 % zu niedrig. Da ist eine Überraschung zumindest nicht ausgeschlossen.