Ein schwacher Tag für die Novo Nordisk. Die Dänen haben zum Auftakt der neuen Woche ein Minus von -0,2 % hinnehmen müssen. Schade, denn die Aktie bleibt bei 44,05 Euro stehen. Dies wiederum hätte aktuell an den Märkten wohl die Mehrheit der Investoren anders gewünscht. Zuletzt waren die Notierungen am Dienstag vor Weihnachten rund 8,2 % stärker geworden. Ein Ende des Abwärtsmarsches schien zumindest halbwegs greifbar.

Novo Nordisk hatte davon profitiert, dass Wegovy als Tablette in den USA zugelassen wurde. Diese FDA-Zulassung hat in den USA und auch an den Aktienbörsen für ein kleines Beben gesorgt. Die Notierungen sind jetzt formal noch knapp im Abwärtstrend (Novo Nordisk notiert nur ca. 1 Euro unterhalb des GD100 als mittelfristig wichtigem Trendsignal der technischen Analyse). Dennoch gibt es weiterhin Hoffnung.

Novo Nordisk: Preisanpassung in China

Allerdings hat Novo Nordisk nun eingeräumt, dass das Unternehmen in China die Preise angepasst habe, jedenfalls für Wegovy. Damit wolle man die „Behandlungslast für Patienten (…) verringern und ihre Lebensqualität (…) verbessern“.

Man kann auch sagen, dass die Halbierung der Preise entweder auf eine Absatzkrise oder auf eine politische Intervention deuten. So schlimm war es für die Märkte dann allerdings offenbar doch nicht. Die Aktie arbeitet sich aus der Krise heraus.

Der Markt hatte die Aktie zuvor stark zurückgenommen. Der Rückgang bis in den Bereich um 40 Euro spiegelte eine Phase erhöhter Skepsis wider.

Analysten setzen inzwischen wieder höhere Marken an. Die durchschnittlichen Kursziele liegen nach aktuellen Berechnungen rund 18,5 % über dem derzeitigen Niveau. Diese Einschätzungen greifen die neue Produktzulassung ebenso auf wie die vergleichsweise moderate Bewertung.

Der Kursverlauf der vergangenen Tage zeigt eine klare Verschiebung der Wahrnehmung. Der schnelle Anstieg vor Weihnachten veränderte das Bild deutlich, ohne sämtliche technischen Barrieren aus dem Weg zu räumen.