Der GLP-1-Markt bekommt frischen Wind — und Novo Nordisk steht gleich an zwei Fronten unter Druck und im Rampenlicht. Während Eli Lilly mit seiner neu zugelassenen Abnehmpille Foundayo den Wettbewerb verschärft, sendet die britische Gesundheitsbehörde ein deutlich positiveres Signal für Wegovy.
Lillys Pille greift an — mit Schwächen
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Foundayo, die tägliche Abnehmpille von Eli Lilly, offiziell zugelassen. Analysten trauen dem Präparat bis 2030 einen weltweiten Umsatz von rund 21 Milliarden Dollar zu — fast das Fünffache dessen, was der Wegovy-Pille von Novo Nordisk mit geschätzten vier Milliarden Dollar zugetraut wird.
Dabei ist das Bild nicht eindeutig. In klinischen Studien erzielte Novos Wegovy-Pille bei Teilnehmern über 64 Wochen einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 16,6 Prozent — Lillys Foundayo kam im gleichen Vergleich nach 72 Wochen auf 12,4 Prozent. Novo Nordisk setzt genau hier an und will mit der überlegenen Wirksamkeit punkten.
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Ein weiterer Unterschied: Die Wegovy-Pille muss nüchtern eingenommen werden, mit einer Wartezeit von 30 Minuten vor dem ersten Essen oder Trinken. Lilly bewirbt sein Produkt als deutlich unkomplizierter in der Handhabung — ein Argument, das bei preissensiblen Selbstzahlern durchaus zieht. Beide Hersteller bieten Einstiegsdosen für 149 Dollar pro Monat an, mit Kassenrabatten teils bis auf 25 Dollar.
Rückenwind aus London
Getrennt davon kommt aus Großbritannien erfreuliche Nachricht. Die britische Arzneimittelbehörde NICE empfiehlt, Wegovy künftig auch zur Vorbeugung schwerer Herz-Kreislauf-Ereignisse einzusetzen. Zielgruppe sind Patienten mit einem BMI von mindestens 27, die bereits an einer Herzerkrankung leiden. Klinische Daten belegen eine Risikoreduktion für Herzinfarkte, Schlaganfälle und kardiovaskuläre Todesfälle von rund 20 Prozent.
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Das Potenzial ist erheblich: Bis zu 1,2 Millionen Menschen im Vereinigten Königreich könnten unter die neue Regelung fallen. Der NHS hat nun drei Monate, um Finanzierung und Versorgungskapazitäten zu planen — denn die weltweite Produktionsnachfrage für Wegovy und Ozempic übersteigt weiterhin das Angebot.
An der Börse in Kopenhagen legte die Aktie in Reaktion auf die NICE-Entscheidung zeitweise um rund 1,7 Prozent auf 234,85 dänische Kronen zu.
Zwei Schauplätze, ein Unternehmen
Das Wettrennen um die Vorherrschaft bei oralen GLP-1-Präparaten ist eröffnet. Novo Nordisk hatte beim Übergang von Spritzen zu Pillen einen frühen Vorsprung — doch bei den injizierbaren Versionen hat Lilly diesen Vorsprung bereits aufgeholt. Ob sich das Muster bei den Pillen wiederholt, hängt davon ab, wie stark das Wirksamkeitsargument von Novo gegenüber Lillys Bequemlichkeitsvorteil ins Gewicht fällt. Die NICE-Zulassung in Großbritannien erweitert derweil das medizinische Einsatzgebiet von Wegovy spürbar — und gibt dem Konzern ein zusätzliches Standbein jenseits des reinen Abnehm-Markts.
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