Novo Nordisk kämpft auf zwei Fronten gleichzeitig. Am Produktionsstandort Bloomington, Indiana, fallen rund 400 Stellen weg — mehr als 20 Prozent der Belegschaft. Parallel dazu senkt das Unternehmen in Indien die Preise für Ozempic und Wegovy um bis zu 48 Prozent. Beides ist kein Zufall, sondern Reaktion auf eine tiefgreifende Verschiebung im Wettbewerbsumfeld.
Qualitätsprobleme belasten das Werk in Indiana
Das Bloomington-Werk hatte Novo Nordisk im Zuge der 11-Milliarden-Dollar-Übernahme von Catalent erworben. Seitdem steht die Anlage, die unter anderem Wegovy produziert, unter besonderer Beobachtung. Die FDA hatte mehrere Verstöße gegen Produktionsstandards dokumentiert, darunter Kontaminationen durch tierische Haare in Glasbehältern.
Die Entlassungen, die Anfang Mai 2026 wirksam werden, sind laut Unternehmensangaben unabhängig von globalen Stellenabbauprogrammen. Nach dem Einschnitt verbleiben rund 1.400 Mitarbeiter am Standort. Bereits unter dem Vorbesitzer Catalent hatte es Ende 2022 ähnliche Einschnitte gegeben.
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Patentablauf zwingt zu aggressiver Preispolitik
In Indien ist der Druck noch unmittelbarer. Seit dem 20. März 2026 ist das Semaglutid-Patent abgelaufen. Rund 43 Generikahersteller — darunter Sun Pharma, Dr. Reddy’s und Zydus — drängen mit deutlich günstigeren Alternativen auf den Markt. Novo Nordisk reagierte mit Preissenkungen von bis zu 48 Prozent, gültig seit dem 1. April 2026. Die Einstiegsdosis (0,25 mg) kostet nun 5.660 Rupien.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatzrückgang von bis zu 13 Prozent. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund die Hälfte ihres Wertes verloren und notiert aktuell knapp über dem 52-Wochen-Tief.
Abo-Modell als Gegengewicht in den USA
Um zumindest den US-Markt zu stabilisieren, startete Novo Nordisk am 31. März 2026 ein Abonnementmodell für Wegovy. Selbstzahlende Patienten erhalten damit planbare Monatspreise und können laut Unternehmensangaben bis zu 1.200 Dollar jährlich sparen. Das Ziel: die Therapietreue erhöhen und Marktanteile gegenüber Eli Lilly verteidigen, bevor der Wettbewerb weiter zunimmt.
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