Novo Nordisk hat im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten klar übertroffen und die Jahresprognose angehoben. Treiber ist das Adipositas-Geschäft, allen voran die neue Wegovy-Pille. Erstmals hält der Konzern für 2026 auch ein leichtes Wachstum für möglich.
Adipositas trägt das Wachstum
Der Umsatz stieg nominal um sechs Prozent auf 79,2 Milliarden Kronen, zu konstanten Wechselkursen waren es vier Prozent. Analysten hatten im Schnitt nur mit rund 73,4 Milliarden Kronen gerechnet. Die Adipositas-Erlöse legten währungsbereinigt um 22 Prozent zu.
Die Wegovy-Pille steuerte allein 5,4 Milliarden Kronen bei. Erwartet worden waren 4,6 Milliarden. Sowohl das US-Geschäft als auch die internationalen Märkte wuchsen, was Konzernchef Mike Doustdar ausdrücklich hervorhob.
Gewinn: Basiseffekt hilft
Das bereinigte Betriebsergebnis sprang auf 31,7 Milliarden Kronen, nach 23,7 Milliarden im Vorjahr. Der Markt hatte lediglich 28,7 Milliarden erwartet. Die bereinigte operative Marge lag bei 40,1 Prozent.
Zu relativieren ist der Sprung: Im Vorjahresquartal hatten Umbaukosten von rund 9 Milliarden Kronen das Ergebnis belastet. Der Vergleich fällt dadurch besonders günstig aus.
Unter dem Strich sieht das Bild anders aus. Der Nettogewinn sank um 16 Prozent auf 16,7 Milliarden Kronen. Grund sind nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf den Wirkstoffkandidaten Ziltivekimab sowie auf das Fertigungsnetzwerk, das der Konzern anpasst.
Prognose rückt ins Plus
Für 2026 erwartet Novo Nordisk beim bereinigten Umsatz und beim bereinigten Betriebsergebnis nun je eine Spanne von minus 2 bis plus 2 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Zuvor lag die Spanne bei minus 6 bis 0 Prozent. Das Management begründet die Anhebung vor allem mit höheren Erwartungen an die GLP-1-Produkte.
Die Aktie schloss am Vortag bei 270,15 Kronen und legte vorbörslich deutlich zu. Als nächster Meilenstein steht die geplante US-Markteinführung von CagriSema Anfang 2027 an, vorbehaltlich der behördlichen Zulassung.
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