149 US-Dollar kostet die Einstiegsdosis der Wegovy-Pille derzeit pro Monat. Ende August 2026 läuft dieses Lockangebot aus. Novo Nordisk hat das Medikament massiv in über 70.000 US-Apotheken und Telemedizin-Plattformen gedrückt, um gezielt Patienten zu gewinnen, die vor Injektionen zurückschrecken. Im September muss der Pharmakonzern nun beweisen, ob diese gewonnene Patientenbasis dem Medikament auch bei einem Preissprung auf 199 Dollar treu bleibt.
Volumen frisst Umsatz
Die kommerzielle Dynamik der Pille steht unter strenger Beobachtung. Im ersten Quartal wurden schätzungsweise 721.000 Rezepte für das orale Wegovy ausgestellt. Fast zwei Drittel davon entfielen auf die günstigste Einstiegsdosis von 1,5 Milligramm. BMO Capital Markets rechnet deshalb für das erste Quartal lediglich mit einem Umsatz von 881 Millionen Dänischen Kronen aus dem Pillen-Geschäft. Damit würde das Unternehmen die Markterwartungen von gut einer Milliarde Kronen um rund zwölf Prozent verfehlen.
Die Investmentbank Jefferies belässt die Aktie entsprechend auf „Hold“ mit einem Kursziel von 270 Kronen. Die Analysten verweisen auf das Risiko, dass die neue Pille das bestehende GLP-1-Geschäft eher kannibalisiert als erweitert. Ohne handfeste Beweise für ein erneutes Wachstum der gesamten Franchise sei die aktuelle Bewertung schwer zu rechtfertigen.
Stützungskäufe im Abwärtstrend
An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit deutlich wider. Mit einem aktuellen Kurs von 35,02 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von fast 22 Prozent. Ein RSI-Wert von 26,9 signalisiert zwar einen technisch stark überverkauften Zustand, der übergeordnete Abwärtstrend bleibt jedoch intakt. Parallel dazu stützt das Management den Kurs mit einem massiven Aktienrückkaufprogramm. Bis Mai 2026 sollen eigene Papiere im Wert von bis zu 3,8 Milliarden Kronen erworben werden.
Im Mai stehen die Quartalszahlen an. Verfehlt der Umsatz der Wegovy-Pille die Erwartungen, dürfte das den Kurs weiter belasten. Mittelfristig zeichnet sich bereits der nächste Margendruck ab: Ab Januar 2027 senkt Novo Nordisk die Listenpreise für Wegovy, Ozempic und Rybelsus radikal um rund 50 Prozent auf 675 Dollar pro Monat. Hält die aktuelle Unterstützung bei 35 Euro nicht, rückt das 52-Wochen-Tief bei 30,48 Euro als nächste Zielmarke direkt ins Visier.
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