Positive Studiendaten, aber ein Aktienkurs, der seit einem Jahr um mehr als ein Drittel eingebrochen ist. Bei Novo Nordisk klaffen gute Nachrichten aus dem Labor und die harte Realität an den Märkten weit auseinander.
Am 24. April meldete das Unternehmen einen Durchbruch: Orales Semaglutid senkt bei Jugendlichen mit Typ-2-Diabetes den HbA1c-Wert nach 26 Wochen um 0,83 Prozentpunkte gegenüber Placebo. Es ist der erste klinische Nachweis einer oralen GLP-1-Therapie in dieser Altersgruppe. In den USA allein leben rund 364.000 Menschen unter 20 Jahren mit Diabetes — ein erheblicher potenzieller Markt. Novo Nordisk plant, in der zweiten Jahreshälfte 2026 Zulassungsanträge in den USA und Europa einzureichen.
Gewinnwarnung überschattet die Pipeline
Das Problem: Die Finanzzahlen laufen der Pipeline-Story entgegen. Im Februar warnte Novo Nordisk vor dem ersten Jahresumsatzrückgang seit neun Jahren. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen Rückgang bei Umsatz und operativem Gewinn von fünf bis dreizehn Prozent — auf währungsbereinigter Basis. Nach zehn Prozent Umsatzwachstum im Jahr 2025 ist das ein markanter Schwenk. Der Kurs fiel damals um mehr als fünf Prozent.
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Seitdem hat sich die Stimmung nicht erholt. Der RSI liegt aktuell bei 17,8 — ein technisch stark überverkauftes Niveau. Vom 52-Wochen-Hoch bei 70,13 Euro ist die Aktie mit zuletzt 35,16 Euro noch immer fast 50 Prozent entfernt.
Eli Lilly setzt die Konkurrenz unter Druck
Der Wettbewerb verschärft sich. Eli Lilly hat mit „Foundayo“ kürzlich eine tägliche orale Abnehmkapsel durch die FDA genehmigt bekommen — das zweite orale GLP-1-Präparat auf dem Markt. Der Preis für Selbstzahler liegt zwischen 149 und 349 Dollar im Monat. Das setzt Novo Nordisk unter Preisdruck.
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Hinzu kommt Viking Therapeutics. Deren dualer Agonist VK2735 befindet sich in Phase-3-Studien und zeigt beachtliche Gewichtsreduktionen. Der Markt für Adipositas-Medikamente soll von rund 26 Milliarden Dollar im Jahr 2025 auf über 133 Milliarden Dollar bis 2031 wachsen. Der Kuchen wird größer — aber auch die Zahl der Mitbewerber.
Was als nächstes kommt
Novo Nordisk arbeitet parallel an weiteren Zulassungsanträgen: für orales Semaglutid in der 7,2-mg-Dosierung sowie für das Kombinationspräparat CagriSema. Beide sollen bei der US-Behörde eingereicht werden.
Am 30. April legt Eli Lilly seine Quartalszahlen vor. Das dürfte den gesamten GLP-1-Sektor bewegen — und zeigen, wie stark der Wettbewerbsdruck bei Novo Nordisk tatsächlich ankommt.
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