Starke Nachfrage beim neuen Hoffnungsträger, aber anhaltender Preisdruck im Kerngeschäft. Bei Novo Nordisk klaffen im ersten Quartal 2026 Licht und Schatten weit auseinander. Die neue Wegovy-Pille übertrifft die kühnsten Erwartungen der Analysten. Das reicht aus, um die Jahresprognose leicht anzuheben.
Rekordstart für die Abnehmpille
Seit Januar ist die orale Version des Kassenschlagers in den USA auf dem Markt. Die Bilanz der ersten drei Monate fällt massiv aus. Rund 1,3 Millionen Rezepte spülten 2,26 Milliarden dänische Kronen in die Kassen.
Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit knapp der Hälfte gerechnet. Inklusive April summiert sich die Zahl der Verschreibungen auf über zwei Millionen. Das Management spricht vom stärksten Volumenstart eines GLP-1-Präparats in den Vereinigten Staaten.
Befürchtungen, die Pille würde der etablierten Spritze das Wasser abgraben, zerstreute CEO Mike Doustdar. Die Verkäufe des injizierbaren Wegovy kletterten um zwölf Prozent auf 18,2 Milliarden Kronen. Beide Darreichungsformen ergänzen sich laut Doustdar synergetisch.
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Preisdruck bremst das Wachstum
Trotz des Verkaufserfolgs bleibt das finanzielle Gesamtbild angespannt. Der bereinigte operative Gewinn sank im abgelaufenen Quartal um sechs Prozent. Der währungsbereinigte Umsatz rutschte um vier Prozent auf gut 70 Milliarden Kronen ab.
Ursache ist ein spürbarer Preisverfall im US-Geschäft. Dort gaben die Erlöse um elf Prozent nach, weil geringere Verkaufspreise die Volumengewinne zunichtemachten. Im internationalen Geschäft stiegen die Verkäufe indes um sechs Prozent.
Als Reaktion auf den starken Pillen-Start passte der Vorstand die Jahresziele leicht nach oben an. Für das laufende Jahr rechnet Novo Nordisk nun mit einem währungsbereinigten Umsatz- und Gewinnrückgang zwischen vier und zwölf Prozent. Die Analysten von Jefferies werten das zögerliche Anheben der Untergrenze als potenzielles Warnsignal für den Markt.
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Konkurrenzkampf und Kursentwicklung
An der Börse sorgten die Zahlen am Mittwoch zunächst für Euphorie. Die Aktie schoss in Kopenhagen zeitweise deutlich in die Höhe, bevor sie mit einem Plus von 2,3 Prozent bei 39,09 Euro aus dem Handel ging.
Auf Monatssicht steht damit ein satter Gewinn von knapp 23 Prozent auf der Kurstafel. Der Titel hat sich spürbar von den jüngsten Tiefständen abgesetzt. Auf Jahressicht verbuchen Anleger allerdings weiterhin ein Minus von rund 35 Prozent.
Der harte Wettbewerb mit Eli Lilly fordert seinen Tribut. Der US-Rivale hat im April mit Foundayo eine eigene Abnehmpille lanciert. Parallel dazu kämpft Novo Nordisk mit der Wahrnehmung seiner Pipeline. Das Nachfolgepräparat CagriSema schnitt in einer internen Studie schlechter ab als das Konkurrenzprodukt Zepbound.
Die Entscheidung der US-Behörden über CagriSema steht im vierten Quartal an. Kurzfristig rückt ein anderer Termin in den Fokus. Vom 12. bis 15. Mai präsentiert Novo Nordisk auf dem Europäischen Adipositas-Kongress in Istanbul neue klinische Daten.
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