NuScale Power steht unter erheblichem juristischem Druck. Mehrere Anwaltskanzleien treiben derzeit eine Sammelklage voran, die dem Spezialisten für kleine modulare Reaktoren (SMR) Wertpapierbetrug vorwirft. Im Zentrum steht eine umstrittene Partnerschaft, die das Unternehmen bereits hunderte Millionen Dollar gekostet hat und das Vertrauen der Investoren massiv belastet.
Schwere Vorwürfe wegen ENTRA1-Deal
Die Klage konzentriert sich auf den Zeitraum zwischen Mai und November 2025. Den Verantwortlichen wird vorgeworfen, Anleger über die tatsächlichen Fähigkeiten des Partners ENTRA1 Energy getäuscht zu haben. Laut den Klägern fehlte ENTRA1 die nötige Erfahrung, um Großprojekte im Nuklearsektor zu finanzieren oder zu betreiben. Dennoch flossen enorme Summen in diese Kooperation, ohne dass die damit verbundenen Risiken für die Aktionäre ausreichend kommuniziert wurden.
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Finanzielle Schieflage und Kursverfall
Die finanziellen Folgen dieser Strategie wurden im November 2025 deutlich, als NuScale eine Zahlung von 495 Millionen USD an ENTRA1 offenlegte. Dieser Schritt ließ die Verwaltungsausgaben im dritten Quartal 2025 auf 519 Millionen USD explodieren – im Vorjahreszeitraum lagen diese noch bei bescheidenen 17 Millionen USD. Das Ergebnis war ein Nettoverlust von 532 Millionen USD in nur einem Quartal.
Der Aktienkurs spiegelt diese Krise wider und markierte heute mit 11,44 USD ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits knapp 30 % an Wert verloren. Zwar versucht das Management, durch neue Kooperationen im Bereich industrieller Wärmeanwendungen gegenzusteuern, jedoch notiert der Titel weiterhin deutlich unter seinen wichtigen Durchschnittslinien der letzten 50 und 200 Tage.
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Fristen für geschädigte Anleger
Für betroffene Investoren, die während des kritischen Zeitraums Verluste erlitten haben, rückt nun ein wichtiger Termin näher:
- 20. April 2026: Letzte Frist für den Antrag als Hauptkläger beim US-Bezirksgericht in Oregon.
- Zentrum der Klage: Vorwurf der Irreführung über die ENTRA1-Partnerschaft.
- Finanzieller Fokus: Die außerordentliche Zahlung von 495 Millionen USD im Jahr 2025.
Der Ausgang dieses Rechtsstreits wird maßgeblich darüber entscheiden, ob NuScale die finanziellen Altlasten der ENTRA1-Kooperation hinter sich lassen kann. Während institutionelle Anleger wie Vanguard weiterhin investiert bleiben, lastet die Ungewissheit über mögliche Entschädigungszahlungen schwer auf dem aktuellen Kursniveau.
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