Intel hat den Funken gezündet. Nvidias Aktie schloss am Freitag auf einem neuen Rekordhoch — nicht weil der Chip-Riese selbst Neuigkeiten lieferte, sondern weil Intels überraschend starke Quartalszahlen den gesamten Halbleitersektor in Bewegung versetzten.
Intel liefert, Nvidia profitiert
Intel meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 13,58 Milliarden Dollar — weit über der Wall-Street-Schätzung von 12,42 Milliarden. Beim bereinigten Gewinn je Aktie übertraf Intel mit 0,29 Dollar die Konsenserwartung von rund einem bis zwei Cent geradezu dramatisch.
Der entscheidende Punkt: Intel und Nvidia konkurrieren nicht direkt. Intel liefert Prozessoren, Nvidia Grafikchips. Ein Rechenzentrum, das massiv in Intel-Server-CPUs investiert, kauft fast zwangsläufig auch Nvidia-GPUs. Intels starkes Datencenter-Geschäft — mit 22 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr — ist damit ein Beleg dafür, dass die KI-Infrastrukturausgaben der großen Technologiekonzerne tatsächlich fließen.
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Rekordhoch, 5 Billionen Dollar zurückerobert
Nvidia-Aktien stiegen am Freitag um 4,84 Prozent auf 177,66 Euro — nur noch knapp 1,1 Prozent vom 52-Wochen-Hoch entfernt. Das Handelsvolumen lag rund zwölf Prozent über dem Dreimonatsdurchschnitt, ein klares Zeichen für breite Beteiligung an der Rally.
Die Marktkapitalisierung kletterte damit zurück über die Marke von fünf Billionen Dollar — mit einem Abstand von einer Billion Dollar vor Alphabet auf Platz zwei. Auf Monatssicht hat die Aktie gut 15 Prozent zugelegt, seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund zehn Prozent.
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Halbleitersektor im Aufwind
Nvidia war nicht allein. Advanced Micro Devices sprang um fast 14 Prozent, Qualcomm legte gut elf Prozent zu. Halbleiter-ETFs gewannen zwischen 4,7 und 5,1 Prozent. Der Philadelphia Semiconductor Index erreichte ein Allzeithoch und hat in diesem Jahr bereits mehr als 42 Prozent zugelegt.
Allerdings zeigt der Jahresvergleich eine auffällige Lücke: Marvell Technology liegt 2026 mit 95 Prozent im Plus, Micron mit 69 Prozent, AMD mit 43 Prozent — Nvidia kommt trotz der jüngsten Aufholjagd nur auf rund zehn Prozent. Ein Grund dafür sind die 4,5 Milliarden Dollar an Lagerbestandsabschreibungen aus US-Exportbeschränkungen für China-Chips, die das Ergebnis des Vorjahres belastet hatten und die China-Erlöse vorerst strukturell begrenzen.
Blick auf den 20. Mai
Am 20. Mai legt Nvidia seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor. Analysten erwarten dreistelliges Gewinnwachstum im Jahresvergleich — auch weil die genannten Abschreibungen die Vergleichsbasis des Vorjahres gedrückt hatten. Das Management selbst hat ein Umsatzwachstum von rund 77 Prozent in Aussicht gestellt. Entscheidend wird sein, wie schnell die Blackwell-Architektur skaliert und wie sich die Bruttomargen entwickeln — beides wird zeigen, ob der Kursanstieg der vergangenen Wochen fundamentale Substanz hat.
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