Nvidia: 78 Milliarden Guidance für Q1

Amazon, Microsoft und Alphabet erhöhen ihre KI-Ausgaben massiv. Nvidia profitiert von der Nachfrage und baut seine Lieferkette aus.

Nvidia Aktie
Kurz & knapp:
  • Big Tech erhöht KI-Investitionen drastisch
  • Nvidia baut Lieferkette massiv aus
  • Eigenchips der Hyperscaler als Konkurrenz
  • Aktie knapp unter Allzeithoch

Amazon, Microsoft und Alphabet haben ihre Quartalszahlen vorgelegt — und Nvidia dürfte zu den größten Gewinnern dieser Berichtssaison zählen, ohne selbst eine einzige Zahl veröffentlicht zu haben. Alle drei Hyperscaler haben ihre KI-Investitionspläne bekräftigt oder ausgeweitet. Das Ergebnis: wachsende Zuversicht vor Nvidias eigenem Bericht am 20. Mai.

Hunderte Milliarden für KI-Infrastruktur

Microsoft plant für das Kalenderjahr 2026 rund 190 Milliarden Dollar an Investitionsausgaben — ein Großteil davon fließt in CPUs und GPUs. Amazon hat für dieses Jahr 200 Milliarden Dollar eingeplant und investiert dabei vor allem in seine Cloud-Sparte und generative KI.

Diese Zahlen sind kein Zufall. Sie bestätigen, was Nvidia-CEO Jensen Huang bereits angekündigt hat: Bestellungen für die Blackwell- und Vera-Rubin-Plattformen sollen sich über 2026 und 2027 auf insgesamt eine Billion Dollar summieren.

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Nvidias eigene Zahlen unterstreichen den Rückenwind. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte das Unternehmen einen Rekordumsatz von 68,1 Milliarden Dollar — 73 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 peilt Nvidia 78 Milliarden Dollar an, plus oder minus zwei Prozent.

Lieferkette unter Volldampf

Hinter den Umsatzzahlen vollzieht sich ein struktureller Wandel in Nvidias Beschaffungsstrategie. Die lieferkettenbezogenen Verpflichtungen sprangen zuletzt um fast 90 Prozent auf 95,2 Milliarden Dollar — nach einem Niveau von rund 28 bis 30 Milliarden Dollar noch in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026. Die Lagerbestände stiegen auf 21,4 Milliarden Dollar. Das signalisiert: Nvidia baut Kapazitäten auf, um die Nachfrage nicht nur zu bedienen, sondern ihr voraus zu sein.

Wettbewerb durch Eigenchips wächst

Nicht alles spricht für ungetrübten Optimismus. Die Hyperscaler, die einen erheblichen Teil von Nvidias Umsatz ausmachen, investieren parallel in eigene anwendungsspezifische Chips. Counterpoint Research erwartet, dass die Auslieferungen solcher Custom-ASICs bis 2027 auf das Dreifache des Niveaus von 2024 steigen.

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Nvidias Antwort ist strategischer Natur. Über die NVLink-Fusion-Technologie bindet das Unternehmen Drittanbieter-Chips — darunter Marvells Custom-Prozessoren — in sein proprietäres Verbindungsnetz ein. So bleibt Nvidia auch in Rechenzentren relevant, in denen seine eigenen GPUs durch Eigenchips ersetzt werden. Auf der anderen Seite formieren sich AMD, Intel und Broadcom hinter dem offenen UALink-Standard als Alternative zu NVLink.

Aktie nahe Allzeithoch, Quartalsbericht als nächster Test

Die Aktie notiert aktuell bei rund 169 Euro — knapp sieben Prozent unter ihrem Allzeithoch von 182 Euro, das Ende April markiert wurde. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp fünf Prozent zu Buche. Der RSI von rund 50 zeigt weder Überhitzung noch Schwäche.

Am 20. Mai wird Nvidia zeigen müssen, ob die massiven Lieferkettenverpflichtungen tatsächlich in beschleunigtes Umsatzwachstum münden. Das Quartal endete am 26. April — die Zahlen liegen also vor. Die Frage ist, wie weit Nvidia die eigene Prognose von 78 Milliarden Dollar übertreffen kann.

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