Nvidia-Aktionäre blicken auf eine schwierige Woche zurück. Am Freitag verlor die Aktie 5,42 Prozent und schloss bei 178,08 Euro. Das 52-Wochen-Hoch von 202,50 Euro rückt damit in weite Ferne — der Abstand beträgt inzwischen mehr als zwölf Prozent.
Auslöser war der Abschluss der Computex 2026. Dort präsentierte Nvidia zwar seinen neuen RTX Spark „Superchip“ für KI-PCs und bestätigte den Serienstart der Vera-Rubin-Architektur. Statt Euphorie folgte jedoch Gewinnmitnahme.
Dabei ist der langfristige Trend intakt. Auf Jahressicht steht ein Plus von 45,47 Prozent, seit Jahresbeginn sind es 10,54 Prozent.
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50-Tage-Linie als Schlachtfeld
Der wichtigste technische Level der neuen Woche ist die 50-Tage-Linie. Sie liegt bei 174,40 Euro. Mit dem Freitagsschluss näherte sich der Kurs diesem Durchschnitt bis auf 2,11 Prozent. Schon in der Vergangenheit hat diese Marke als dynamische Unterstützung im Aufwärtstrend gedient.
Der RSI auf 14-Tage-Basis liegt bei 45,3 Punkten. Das Momentum ist neutral bis leicht bärisch. Von einer Unterkühlung, die auf eine technische Gegenbewegung hindeuten würde, ist der Markt noch weit entfernt. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 43,54 Prozent zeigt, wie heftig die Schwünge im Halbleitersektor derzeit ausfallen.
Sollte der Kurs die 50-Tage-Linie nachhaltig durchbrechen, wären die 100-Tage-Linie bei 165,70 Euro und die 200-Tage-Linie bei 161,46 Euro die nächsten Haltemarken. Derzeit liegt der Kurs noch gut zehn Prozent über dem langfristigen Trend.
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Ereignisreiche Woche steht an
Am Montag tritt Nvidia-CEO Jensen Huang gemeinsam mit SK-Group-Chairman Chey Tae-won vor die Presse. Erwartet wird ein Kooperationsplan zur Sicherung der weltweiten Speicherversorgung. Huang hatte erst kürzlich gewarnt, die Knappheit bei High-Bandwidth-Memory (HBM) könne noch Jahre anhalten.
Parallel dazu ist Nvidia auf der London Tech Week vertreten (8. bis 12. Juni). Dort könnten weitere Details zur Vera-Rubin-Plattform und den ersten Auslieferungsterminen bekannt werden.
Die 50-Tage-Linie bei 174,40 Euro bleibt der entscheidende Wert. Hält sie auf Schlusskursbasis zu Wochenbeginn, ist eine Erholung in Richtung 190 Euro möglich. Ein Bruch dagegen öffnet den Weg nach unten zu 165,70 Euro. Das durchschnittliche Analystenziel liegt derweil bei 258,67 Euro — ein theoretisches Aufwärtspotenzial von gut 45 Prozent. Ob sich das einlöst, entscheiden die nächsten Handelstage.
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