Nvidia liefert regelmäßig Rekordzahlen, die Aktie reagiert darauf historisch oft mit Verlusten. Vor den Quartalszahlen am 20. Mai liegt die Messlatte abermals extrem hoch. Analysten überbieten sich mit neuen Kurszielen, während ein strategischer Deal die Infrastruktur der Zukunft sichert.
Am Freitag notiert das Papier bei 196,02 Euro und gibt damit leicht nach. Erst am Vortag markierte der Titel mit 201,05 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht steht ein Plus von rund 62 Prozent zu Buche. Das Momentum ist intakt, verlangt aber nach fundamentaler Bestätigung.
Analysten erwarten mehr als das Management
Für das abgelaufene erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellte Nvidia einen Umsatz von rund 78 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Die Wall Street gibt sich damit nicht zufrieden. Der Konsens rechnet mit knapp 79 Milliarden US-Dollar. Einige Analysten von Goldman Sachs taxieren die Erlöse sogar zwei Milliarden US-Dollar über den Markterwartungen.
TD Cowen und UBS hoben ihre Kursziele auf 275 US-Dollar an. TD-Cowen-Analyst Joshua Buchalter verweist auf die massiven Investitionen der Cloud-Anbieter. Die Auftragspipeline für die neuen Blackwell- und Rubin-Chips übersteige eine Billion US-Dollar. UBS prognostiziert für das Startquartal sogar Erlöse von 81 Milliarden US-Dollar.
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Der Ausblick entscheidet
Ein reines Übertreffen der Schätzungen reicht oft nicht mehr aus. In drei der letzten vier Quartale verlor die Aktie nach der Zahlenvorlage an Wert. Der Markt preist Perfektion ein.
Die Prognose für das zweite Quartal rückt in den Mittelpunkt. Analysten erwarten hier bereits einen Umsatz von 86 Milliarden US-Dollar. Ein Ausblick unterhalb dieser Marke gilt historisch als Signal für eine Verlangsamung und provoziert meist sofortige Kursabschläge.
Die Basis für weiteres Wachstum bilden die Budgets der großen Tech-Konzerne. Microsoft plant für das laufende Kalenderjahr Ausgaben von 190 Milliarden US-Dollar. Amazon kalkuliert mit rund 200 Milliarden US-Dollar. Alphabet kündigte eine deutliche Beschleunigung der ohnehin hohen Investitionen für das kommende Jahr an.
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Strategischer Ausbau der Infrastruktur
Abseits der Bilanzsaison sichert Nvidia seine Lieferketten ab. Das Unternehmen schloss eine mehrjährige Partnerschaft mit Corning. Ziel ist der massive Ausbau der US-Produktion für optische Verbindungstechnik. Diese Glasfasern sollen künftig Kupfer in den KI-Rechenzentren ersetzen.
Nvidia investiert 500 Millionen US-Dollar in den Partner. Die Vereinbarung umfasst Optionen für weitere 3,2 Milliarden US-Dollar über Optionsscheine. Corning plant den Bau von drei neuen Produktionsstätten in Nordamerika. Das stärkt die heimische Fertigung und reduziert Abhängigkeiten.
Am 20. Mai nach US-Börsenschluss präsentiert CEO Jensen Huang die Ergebnisse. Neben den reinen Finanzkennzahlen wird der Umgang mit dem chinesischen Markt im Fokus stehen. Das Management klammerte dieses rund 50 Milliarden US-Dollar schwere Segment in der aktuellen Prognose komplett aus. Konkrete Aussagen zu einer möglichen Rückkehr in diesen Markt könnten den entscheidenden Impuls für die nächste Kursbewegung liefern.
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