Starke Geschäftszahlen, schwache Kurse. Bei Nvidia klaffen operative Realität und Marktstimmung derzeit weit auseinander. Spekulatives Kapital verlässt den Chip-Giganten in rasantem Tempo. Das Ziel der Investoren sind nun andere Profiteure des KI-Booms.
„Hot Money“ zieht weiter
Die vergangene Handelswoche endete für den Konzern mit einem spürbaren Rückschlag. Am Freitag rutschte der Kurs auf 168,80 Euro ab. Auf Wochensicht steht ein Minus von über sieben Prozent. Das markiert die schlechteste Wochenbilanz seit April des Vorjahres.
Der Grund für den Abverkauf ist eine massive Kapitalrotation. Sogenanntes „Hot Money“ wandert ab. Aktionäre fürchten, dass große Technologiekonzerne zu viel Geld für teure KI-Hardware ausgeben. Sofortige Gewinne aus diesen Investitionen fehlen bislang.
Die Folge: Das Geld fließt in Speicherchip-Hersteller. Der Auslöser für diese Umschichtung war dramatisch. Micron Technology meldete herausragende Quartalszahlen. Daraufhin sprang die Aktie des Speicherspezialisten um 16 Prozent nach oben.
Wall Street bleibt unbeeindruckt
Analysten ignorieren die aktuelle Kursschwäche weitgehend. Morgan Stanley verweist auf die erdrückende Dominanz von Nvidia. Der Konzern kontrolliert rund 85 Prozent des Marktes für KI-Prozessoren. Konkurrent AMD kommt auf weniger als fünf Prozent.
Ein entscheidender Vorteil ist die Software-Plattform CUDA. Sie bindet Kunden langfristig an das Ökosystem von Nvidia. Reine Hardware-Spezifikationen der Konkurrenz können diesen Burggraben kaum überwinden.
Auch Goldman Sachs rät weiterhin zum Kauf. Analyst James Schneider sieht ein klares Aufwärtspotenzial und nennt ein Kursziel von 285 US-Dollar. Als Treiber sieht er steigende Investitionen der Cloud-Anbieter. Hinzu kommt ein massives Aktienrückkaufprogramm über 80 Milliarden Dollar.
Dieser Optimismus zieht sich durch die Branche. Insgesamt raten 62 Analysten im Schnitt zum starken Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp 299 Dollar.
Die fundamentalen Daten stützen diese Haltung. Im Geschäftsjahr 2026 kletterte der Umsatz um 65 Prozent auf knapp 216 Milliarden Dollar. Der Gewinn stieg im gleichen Takt massiv an.
Blick auf die Technik
Charttechnisch ist die Lage angespannt. Mit dem aktuellen Kurs notiert die Aktie knapp sieben Prozent unter ihrer 50-Tage-Linie. Vom 52-Wochen-Hoch bei 202,50 Euro hat sich das Papier deutlich entfernt.
Ein Hoffnungsschimmer bleibt. Der RSI-Indikator liegt bei 38,2. Damit nähert sich die Aktie dem überverkauften Bereich. Historisch gesehen lockt dieses Niveau oft Schnäppchenjäger an.
In den kommenden Tagen rücken die großen Cloud-Anbieter in den Fokus. Jegliche neuen Aussagen zu geplanten KI-Investitionen wirken als direkter Katalysator. Goldman Sachs rechnet bis 2027 mit branchenweiten Infrastruktur-Ausgaben von rund einer Billion Dollar. Fließen diese Gelder wie erwartet, dürfte die institutionelle Überzeugung den aktuellen Verkaufsdruck der Spekulanten bald überwiegen.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 28. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

