Nvidia steuert auf seinen nächsten großen Termin zu: Am 26. August will der Chipkonzern die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorlegen, das Ende Juli abgeschlossen wurde. Die Erwartungen sind hoch – und Nvidia selbst hat sie mit einer Umsatzprognose von rund 91 Milliarden US-Dollar gesetzt.
Ob das Unternehmen diese Marke erreicht oder übertrifft, wird sich erst am Bilanztag zeigen. Bank of America hatte Anfang des Monats die Ansicht vertreten, ein Umsatz von 94 bis 95 Milliarden Dollar sei realistisch, verbunden mit einer angehobenen Prognose für das Folgequartal auf 107 bis 108 Milliarden Dollar.
An der Börse zeigt sich der Titel vorerst unaufgeregt. Am Freitag schloss die Aktie bei 194,74 Euro, ein leichtes Minus von 0,4 Prozent. Über die vergangenen 30 Tage steht dennoch ein Plus von 5,1 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn summiert sich der Zuwachs auf 22 Prozent. Der Kurs notiert damit rund 3,8 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 202,50 Euro, das Mitte Mai erreicht wurde.
Neue Produkte für autonomes Fahren
Abseits der Finanzkennzahlen treibt Nvidia sein Produktportfolio voran. Vergangene Woche stellte das Unternehmen Alpamayo 2 Super vor, ein offenes KI-Modell für autonome Fahrzeuge und Robotaxis.
Das Modell steht ab sofort für die kommerzielle Nutzung unter der OpenMDW-1.1-Lizenz der Linux Foundation zur Verfügung. Damit erweitert Nvidia sein Angebot über die klassischen Rechenzentrums-Chips hinaus in Richtung autonomer Mobilität – ein Feld, in dem der Konzern zunehmend mit eigenen Software- und Modellangeboten auftritt statt nur Hardware zu liefern.
Ergänzend dazu meldete Nvidia eine langfristige Partnerschaft mit Safe Superintelligence Inc., die dem Start-up beim beschleunigten Wachstum helfen soll. Details zum finanziellen Umfang blieben offen, die Kooperation unterstreicht aber Nvidias Strategie, sich frühzeitig bei vielversprechenden KI-Unternehmen einzubringen.
Insider verkaufen weiter Aktien
Ein Blick auf die Eigentümerstruktur zeigt eine anhaltende Verkaufswelle bei Insidern: In den vergangenen 90 Tagen wurden 13 Transaktionen von Nvidia-Insidern verzeichnet, ausnahmslos Verkäufe mit einem Gesamtvolumen von etwa 767,2 Millionen US-Dollar.
Besonders auffällig waren dabei größere Veräußerungen von Direktor Mark A. Stevens. Solche Verkäufe sind bei stark gestiegenen Tech-Aktien nicht ungewöhnlich, dennoch beobachten Anleger diese Entwicklung aufmerksam, gerade im Vorfeld wichtiger Quartalszahlen.
Die vor fünf Tagen bekanntgewordene Finanzierungsallianz mit Apollo Global Management, Blackstone, BlackRock, Brookfield Asset Management, Goldman Sachs und KKR bleibt im Hintergrund präsent: Die Partner wollen gemeinsam 500 Milliarden US-Dollar für den Ausbau von KI-Infrastruktur mobilisieren und dedizierte Kapitalpools zu attraktiven Konditionen für Nvidia-Kunden schaffen.
Auch die vor gut drei Wochen verkündete Partnerschaft mit der SK Group, in deren Rahmen SK Telecom eine 2-Gigawatt-KI-Fabrik mit Nvidias Vera-Rubin-DSX-Technologie errichten will, wirkt als struktureller Rückenwind fort – die Aktie legte seither um 7,0 Prozent zu.
Was Anleger vor dem 26. August erwartet
Mit einem RSI von 62,1 und einem Abstand von 16 Prozent zum 200-Tage-Durchschnitt zeigt der Titel technisch keine Überhitzung, sondern eine solide, aber nicht euphorische Aufwärtsbewegung. Die kommenden Wochen dürften vor allem von der Frage geprägt sein, ob Nvidia seine eigene Umsatzprognose beim Quartalsbericht deutlich übertrifft – und ob die milliardenschweren Partnerschaften bereits messbare Effekte auf das Auftragsbuch zeigen.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 15. August liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

