Jensen Huang hat auf der GTC die Umsatzprognose für 2027 auf eine Billion Dollar angehoben — und trotzdem zeigt die Aktie kaum Reaktion. Das Paradox eines Unternehmens, das operativ alles richtig macht, aber an seiner eigenen Größe zu knabbern beginnt.
Vera Rubin, Groq 3 und die neue Plattform-Logik
Im Mittelpunkt der Ankündigungen steht die Vera Rubin Plattform, die nun in Vollproduktion geht. Sieben neue Chips bilden das Rückgrat: Neben dem Rubin GPU und dem Vera CPU gehören der NVLink 6 Switch, ConnectX-9 SuperNIC, BlueField-4 DPU, Spectrum-6 Ethernet Switch und der neu integrierte Groq 3 LPU dazu.
Der Vera CPU ist dabei mehr als ein technisches Update. Nvidia beschreibt ihn als ersten Prozessor, der explizit für agentische KI und Reinforcement Learning entwickelt wurde — mit 88 eigens entworfenen Olympus-Kernen und einer Speicherbandbreite von 1,2 TB/s bei halber Leistungsaufnahme im Vergleich zu herkömmlichen CPUs.
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Ergänzt wird das Portfolio durch den Groq 3 LPU, der auf latenzempfindliche Inferenz-Workloads ausgelegt ist. Mit einem 500-MB-SRAM-Cache und 150 TB/s Bandbreite — deutlich mehr als die 22 TB/s des Rubin GPU — adressiert er ein anderes Leistungsprofil als die großen Trainings-GPUs. In Kombination mit dem Vera Rubin NVL72-Rack verspricht Nvidia einen 35-fach höheren Durchsatz pro Megawatt. Verfügbar sein soll der Groq 3 LPX in der zweiten Jahreshälfte 2026.
Starke Zahlen, gedämpfte Kursreaktion
Die Geschäftszahlen sprechen für sich: Im vierten Quartal des Fiskaljahres 2026 erzielte Nvidia einen Rekordumsatz von 68,1 Milliarden Dollar — ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr steht ein Umsatz von 215,9 Milliarden Dollar zu Buche, 65 Prozent mehr als im Vorjahr. Für das erste Quartal des Fiskaljahres 2027 peilt das Unternehmen 78 Milliarden Dollar an.
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Und dennoch: Die Aktie notiert rund zwölf Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom November 2025. Analysten von TD Cowen benennen das strukturelle Problem direkt: Bei einer Marktkapitalisierung von über vier Billionen Dollar gehorche die Aktie schlicht anderen Gesetzen als gewöhnliche Wachstumswerte. Um sich von aktuellen Kursniveaus zu verdoppeln, müsste Nvidia eine Bewertung von rund neun Billionen Dollar erreichen — in etwa das kombinierte Bruttoinlandsprodukt von Deutschland und Indien.
Hyperscaler als Wachstumsgaranten
Die Kundenliste für Vera und Vera Rubin ist beeindruckend: Amazon Web Services, Google Cloud, Microsoft Azure, Meta, OpenAI, Anthropic und Alibaba gehören ebenso dazu wie CoreWeave, Mistral AI und ByteDance. Microsoft will Vera Rubin NVL72-Systeme in seinen nächsten KI-Rechenzentren einsetzen, darunter die geplanten Fairwater-Standorte.
Analysten bewerten die GTC-Ankündigungen als erwartungskonform. Mit einem geplanten KI-Investitionsvolumen der großen Hyperscaler von 650 Milliarden Dollar allein in diesem Jahr ist Nvidia strukturell gut positioniert, einen erheblichen Anteil dieser Ausgaben auf sich zu ziehen. Einige institutionelle Investoren suchen dennoch gezielt nach Alternativen im KI-Ökosystem — bei Zulieferern und Infrastrukturwerten, wo das Aufwärtspotenzial bei deutlich niedrigeren Ausgangsbewertungen liegt.
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