Nvidia setzt mit einer neuen Produktoffensive ein Zeichen im PC-Markt. Die Aktie steigt am Montag um deutliche 3,5 % auf 188,62 US-Dollar. Die positive Tagesentwicklung folgt auf die Vorstellung des neuen RTX-Spark-Prozessors für Windows-PCs, den Vorstandschef Jensen Huang auf der Computex in Taiwan präsentiert hat.

Der neue Chip markiert einen strategischen Vorstoß außerhalb des klassischen KI-Beschleunigergeschäfts. Nach Unternehmensangaben wird RTX Spark auf dem neuen N1X-Prozessor basieren, der gemeinsam mit Microsoft entwickelt wurde und von MediaTek designt wird. Die Architektur basiert auf Arm-Technologie und soll sowohl in Notebooks als auch in Desktop-PCs eingesetzt werden. Die Prozessoren wurden speziell für lokal laufende KI-Agenten konzipiert.

Nvidia: Die KI-Rechner sind es wohjl!

Die Börse bewertet diesen Schritt als potenzielle Erweiterung des adressierbaren Marktes. Während Nvidia bislang vor allem von Rechenzentren profitierte, adressiert das Unternehmen nun zusätzlich den Milliardenmarkt für KI-fähige Endgeräte. Die Monatsperformance von plus 2,07 % und der Anstieg um 21,36 % innerhalb von drei Monaten zeigen, dass Investoren weiterhin auf zusätzliche Wachstumsmärkte setzen.

Unabhängig zur Prozessorankündigung meldeten mehrere Medien eine Ausweitung der Kooperation mit Taiwan Semiconductor. Die Zusammenarbeit betrifft die nächste Generation von KI-Hardware und die Produktion künftiger Chipsysteme. Damit sichert Nvidia den Zugang zu den weltweit wichtigsten Fertigungskapazitäten für Hochleistungshalbleiter.

Fundamental bleibt die Bewertung ambitioniert, wird aber durch hohe Gewinnprognosen gestützt. Für 2028 rechnen Analysten mit einem Umsatz von 548 Milliarden US-Dollar und einem Nettogewinn von 301 Milliarden US-Dollar. Das erwartete KGV sinkt dabei auf 16,6.

Die Analystenseite bleibt aber auch vor diesem Hintergrund noch immer zuversichtlich. Die durchschnittliche Empfehlung lautet Kaufen. Das mittlere Kursziel liegt bei 296,81 US-Dollar und damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Insgesamt erfassen die Konsensdaten 61 Analysten. Das wären +37 %!