Nvidia-Aktie: Das ist es!

Trotz erteilter US-Exportlizenzen für H200-Chips bleiben die Lieferungen an China aus. Pekings Blockade und Misstrauen stoppen den Milliarden-Deal.

Nvidia Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • US-Lizenzen für Chip-Export erteilt
  • Keine einzige Lieferung erfolgt
  • Peking stoppt Käufe heimischer Firmen
  • China fürchtet Manipulation durch USA

Eigentlich sah alles nach einem gigantischen Deal für die Tech-Welt aus. Die US-Regierung gab überraschend grünes Licht für den Export von Nvidias extrem begehrten H200-KI-Chips nach China. Rund zehn chinesische Giganten, darunter Schwergewichte wie Alibaba, Tencent und ByteDance, bekamen die offizielle Erlaubnis, jeweils bis zu 75.000 dieser extrem leistungsstarken Rechenmonster zu kaufen. Als Distributoren standen Lenovo und Foxconn bereit, um die Logistik abzuwickeln. Doch in den Büchern von Nvidia herrscht gähnende Leere: Bislang wurde trotz aller Lizenzen kein einziger Chip geliefert.

Pekings Blockade und die Angst vor Spionage

Der Grund für diesen totalen Stillstand liegt nicht etwa an mangelndem Interesse der Unternehmen, sondern an der harten politischen Linie der chinesischen Führung. Peking hat die heimischen Firmen unmissverständlich angewiesen, sich beim Kauf von US-Hardware stark zurückzuhalten. Das übergeordnete Ziel ist klar: Die eigene Halbleiterindustrie, allen voran der Tech-Riese Huawei, soll massiv gestärkt werden, um die technologische Abhängigkeit von Washington drastisch zu reduzieren.

Zusätzlich sorgt eine extrem bizarre Bedingung der Amerikaner für tiefes Misstrauen. Donald Trump handelte eine Regelung aus, nach der die USA satte 25 Prozent der gesamten Verkaufserlöse einbehalten. Damit das Geld fließt, müssen die Chips vor der Auslieferung zwingend US-Territorium passieren. In Peking schrillten sofort die Alarmglocken: Man befürchtet dort konkrete Manipulationen und Hintertüren in der Hardware, bevor sie überhaupt chinesischen Boden erreicht.

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Jensen Huangs vergebliche Reise

Nvidia-CEO Jensen Huang überließ nichts dem Zufall. Er reiste sogar persönlich mit einer offiziellen US-Delegation zu einem Gipfeltreffen nach Peking, um den wichtigen Milliardenmarkt zu retten. Er versuchte verzweifelt, das Geschäft vor Ort durchzuboxen. Doch der erhoffte diplomatische Durchbruch zwischen Trump und Xi Jinping blieb komplett aus. Das Ergebnis dieser geopolitischen Hängepartie ist ernüchternd: Mehrere chinesische Konzerne haben ihre ursprünglichen Bestellungen frustriert storniert.

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Über Mirko Hennecke 2019 Artikel

Mirko Hennecke ist ein aufstrebender Wirtschaftsjournalist, der mit 25 Jahren bereits eine beeindruckende Karriere vorweist. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Analysen, klare Sprache und ein tiefes Verständnis globaler wirtschaftlicher Zusammenhänge aus.
Spezialisiert auf internationale Finanzmärkte, Wirtschaftspolitik und makroökonomische Entwicklungen, verbindet er präzise Recherche mit einer frischen, zugänglichen Perspektive.

Seine journalistische Laufbahn begann in einer renommierten deutschen Wirtschaftsredaktion, wo er durch analytisches Denken und prägnante Berichterstattung schnell Aufmerksamkeit erregte. Stationen in London und Zürich vertieften sein Verständnis für die europäische Finanzwelt und globale Marktmechanismen. Heute arbeitet Mirko als unabhängiger Journalist und veröffentlicht regelmäßig in führenden Wirtschafts- und Fachmedien im deutschsprachigen Raum, darunter angesehene Publikationen.

Mirko hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften (B.Sc.) von einer deutschen Spitzenuniversität, ergänzt durch ein Zertifikat in Finanzjournalismus. Seine Artikel bieten nicht nur Orientierung in komplexen Themen, sondern wurden auch mehrfach ausgezeichnet, darunter ein Nachwuchsjournalismus-Preis im Jahr 2023. Als gefragter Gastautor trägt er zudem zu internationalen Plattformen bei, wo er wirtschaftspolitische Trends und makroökonomische Analysen beleuchtet.

Mit einem Gespür für aktuelle Entwicklungen und einer klaren Handschrift ist Mirko Hennecke eine Stimme, die in der Wirtschaftsberichterstattung gehört wird – sachlich, fundiert und stets am Puls der Zeit.