Die wilde Party bei der Nvidia-Aktie ist erst einmal vorbei. Während der Tech-Riese monatelang von einem Rekord zum nächsten stürmte, herrscht im Moment eine spürbare Flaute im Kursbarometer. Am Dienstag kam es für die Anleger knüppeldick: Die Aktie generierte ein erstes technisches Verkaufssignal. Es droht sogar noch mehr Ungemach, denn ein zweites Warnsignal dieser Art klopft bereits lautstark an die Tür und könnte kurzfristig weitere Verkäufe auslösen.

Wachwechsel an der Börse: Neue Favoriten im Rampenlicht

Eigentlich läuft es für die gesamte Halbleiterbranche nach wie vor absolut blendend. Die Investoren greifen trotz einer kurzen, aber dafür umso schmerzhafteren Zwischenkorrektur weiterhin beherzt zu. Der bekannte Branchenindex Philadelphia Semiconductor kletterte erst zu Wochenbeginn auf ein neues, phänomenales Rekordhoch. Seit dem Jahreswechsel verbuchte das Barometer in der Spitze ein sattes Kursplus von fast 100 %. Nur der einstige Liebling Nvidia schaut plötzlich in die Röhre und läuft dem Markt hinterher.

Der Wind hat sich komplett gedreht, sodass sich ein echter Favoritenwechsel innerhalb der Branche abzeichnet. Im Rampenlicht stehen jetzt ganz andere Schwergewichte. Vor allem die Speicherchip-Produzenten wie Micron und SK Hynix eilen von einem historischen Hoch zum nächsten. Auch die traditionelle CPU-Größe AMD ist bei den Anlegerinnen und Anlegern wieder extrem gefragt.

Die Luft für den KI-Überflieger wird dünner

Die nackten Zahlen zeigen das abgekühlte Sentiment überdeutlich. Seit Beginn des Jahres steht bei Nvidia lediglich ein mageres Kursplus von 11,2 % auf dem Zettel. Das ist im direkten Vergleich zur boomenden Konkurrenz eine herbe Enttäuschung.

Die jüngste Korrektur hat die Nvidia-Aktie besonders heftig erwischt, sie krachte um 12,3 % unter ihr bisheriges Allzeithoch. Der erneute Verlust am Dienstag besiegelt den charttechnischen Knacks, der den Anteilsscheinen nun endgültig zum Verhängnis werden könnte.