Während die Nvidia-Aktie zuletzt am Freitag um satte 4,95 % auf 177,98 Euro nachgab, rückt nun ein anderes Thema in den Mittelpunkt: Konzernchef Jensen Huang nutzte seinen Südkorea-Besuch, um die Expansion in Robotik und Physical AI voranzutreiben. Die Kursentwicklung steht damit einer strategischen Neuausrichtung gegenüber, die weit über das klassische Geschäft mit KI-Beschleunigern hinausgeht.
Huang machte bei seinem Besuch deutlich, dass Nvidia künftig stärker auf die Steuerung realer Maschinen, Produktionsanlagen und autonomer Systeme setzt. Im Fokus stehen Gespräche mit Hyundai, Samsung, LG, SK und Naver. Damit adressiert Nvidia einige der technologisch wichtigsten Industriekonzerne Asiens und erschließt potenzielle Kunden für Software- und KI-Plattformen jenseits des traditionellen Chipverkaufs.
Nvidia wird anders Geld verdienen!
Kern der Offensive sind die Plattform Vera Rubin und das Weltmodell Cosmos 3. Beide Technologien sollen Robotern und autonomen Systemen helfen, reale Umgebungen besser zu verstehen und Entscheidungen schneller zu treffen. Für Nvidia eröffnet sich damit ein zusätzlicher Markt, der neben Rechenzentren, Cloud-Infrastruktur und KI-Training künftig auch industrielle Automatisierung umfasst.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?
Zudem präsentierte das Unternehmen auf der CVPR-Konferenz in Denver neue Anwendungen für Robotik und autonomes Fahren. Mit GraspGenX stellte Nvidia ein Foundation-Modell vor, das auf Milliarden simulierter Greifbewegungen trainiert wurde. LCDrive soll autonome Systeme effizienter auf eingebetteter Hardware betreiben können. Damit erweitert Nvidia sein Angebot von der Hardware zunehmend in Richtung Software und KI-Modelle.
Die industrielle Strategie trifft auf ein bereits stark wachsendes Geschäft. Analysten erwarten für 2027 einen Umsatz von 392 Milliarden US-Dollar und für 2028 bereits 550 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn soll von 228 Milliarden US-Dollar auf 303 Milliarden US-Dollar steigen. Die erwartete Eigenkapitalrendite liegt bei über 52 %. Die Erwartungen an die Kurse sind dementsprechend hoch. Die Aktie wird nach dieser Auffassung auf deutlich über 200 Euro klettern. Damit sind die Notierungen aus der Wahrnehmung von Analysten und Investoren offensichtlich dennoch unterbewertet.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?
Hinzu kommt die enge Verbindung zu Südkorea. Samsung zählt zu den wichtigsten Zulieferern von Speicherlösungen für Hochleistungsprozessoren von Nvidia. Dadurch treffen Lieferkette und potenzielle industrielle Anwender in einer Region zusammen. Zusätzlich überschritt das Nvidia Physical AI Dataset zuletzt die Marke von 15 Millionen Downloads, was die Verbreitung der Technologie im industriellen Umfeld unterstreicht.
Die Börse bewertet Nvidia trotz des jüngsten Rückschlags weiterhin als Wachstumsunternehmen. Die Aktie gewann in den vergangenen drei Monaten 13,05 % und liegt seit Jahresbeginn 11,03 % im Plus. Das aktuelle Kursminus fällt damit in eine Phase, in der Nvidia versucht, die nächste große Umsatzquelle neben Rechenzentren und Cloud-KI aufzubauen. Die eigentliche Nachricht ist deshalb weniger der Tagesverlust als die Ausweitung des Geschäftsmodells auf Robotik, industrielle Automatisierung und Physical AI.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 6. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

