Einen schwachen Wochenabschluss legte die Aktie der Nvidia hin. Die Notierungen kamen am Freitag auf einen Kurs von 184,02 Euro. Der Verlust lag bei -0,72 %. Das ist noch kein Drama, aber auch kein Erfolgserlebnis. Die Amerikaner werden am 26.8. Zahlen zum 2. Quartal vorlegen müssen. Die sollten noch einmal Wachstumsimpulse darlegen, so die Markterwartung.
Darin liegt die Herausforderung: Bei Nvidia reicht es inzwischen kaum noch, einfach stark zu wachsen. Der Konzern muss eine extrem hohe Messlatte erneut übertreffen und gleichzeitig zeigen, dass der KI-Investitionsboom seine Dynamik behält.
Noch bleibt die Aktie in Schlagdistanz zur 200-Euro-Marke und zum bisherigen Rekordniveau von rund 202 Euro. Ob daraus der nächste Ausbruch wird, dürfte nun vor allem von den Zahlen am 26. August und dem weiteren Wachstumsausblick abhängen.
Ein Meilenstein: Finanzierung von Anderen
Die Nvidia hat dabei allerdings schon einen großen strategischen Schritt geleistet: Es sollen 500 Mrd. Dollar (zusammen mit anderen Branchengrößen) aufgebracht werden, um das Wachstum der Branche zu finanzieren. Dies wäre bemerkenswert. Nvidia könnte sich damit nicht nur an einem gigantischen Infrastrukturprojekt beteiligen, sondern auch Kapital in einen Teil jenes Ökosystems lenken, das später auf leistungsfähige KI-Hardware angewiesen ist. Der Konzern würde seine Position damit weiter vom reinen Zulieferer hin zu einem aktiven Mitgestalter und Finanzierer des KI-Ausbaus entwickeln.
Ganz risikolos ist diese Strategie allerdings nicht. Nvidia hatte seine ursprünglich diskutierten Finanzierungszusagen für das Ohio-Projekt bereits deutlich reduziert, nachdem Sorgen über eine zu hohe Risikoexposition aufgekommen waren. Zudem ist offen, ob der Einstieg bei SB Energy tatsächlich zustande kommt und zu welchen Konditionen.
Für die Aktie bleibt deshalb der 26. August der unmittelbar wichtigere Termin. Nvidia muss beweisen, dass das außergewöhnliche Wachstum und die hohen Margen trotz der enormen Dimensionen weiter Bestand haben. Gelingt das, könnte die Rekordmarke wieder schnell in Reichweite geraten. Enttäuscht dagegen insbesondere der Ausblick, zeigt sich bei der hohen Erwartungshaltung auch eine entsprechend große Fallhöhe. Analysten gehen von Kursgewinnen im Umfang von mindestens 35 %, eher mehr aus.
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