Der KI-Gigant kämpft an zwei Fronten gleichzeitig. Während ein Bundesrichter eine weitreichende Sammelklage von Investoren zulässt, fordern US-Senatoren einen sofortigen Stopp wichtiger Exportlizenzen. Diese juristischen und regulatorischen Hürden überschatten aktuell die ansonsten glänzenden fundamentalen Geschäftszahlen des Unternehmens.
Die Altlasten der Krypto-Ära
Ein zentraler Belastungsfaktor ist die Entscheidung des US-Bezirksrichters Haywood S. Gilliam Jr., eine Sammelklage gegen das Unternehmen und CEO Jensen Huang zuzulassen. Der Vorwurf wiegt schwer: Zwischen 2017 und 2018 soll Nvidia mehr als eine Milliarde US-Dollar an Einnahmen aus dem Verkauf von Grafikkarten an Krypto-Miner verschleiert haben. Diese Umsätze wurden stattdessen fälschlicherweise dem Gaming-Sektor zugerechnet.
Obwohl der Konzern bereits 2022 einen ähnlichen Streit mit der US-Börsenaufsicht SEC gegen eine Zahlung von 5,5 Millionen US-Dollar beilegte, drohen in diesem Zivilprozess nun deutlich höhere finanzielle Risiken. Die zugelassene Klägerklasse umfasst Investoren, die zwischen August 2017 und November 2018 Aktien erworben haben.
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Politischer Druck beim Export
Parallel dazu gerät das internationale Geschäft erneut ins Visier der Politik. Die US-Senatoren Elizabeth Warren und Jim Banks fordern das Handelsministerium auf, alle aktiven Exportlizenzen für hochmoderne KI-Chips in Länder wie Malaysia, Vietnam und Singapur auszusetzen und zu überprüfen.
Hintergrund ist eine Anklage des Justizministeriums im Umfeld von Super Micro Computer. Dabei geht es um den Verdacht, dass mit Nvidia-Chips bestückte Server über Drittstaaten illegal nach China umgeleitet wurden. Die Senatoren zweifeln an der Wirksamkeit der internen Kontrollmechanismen. Nvidia selbst betont, dass strenge Compliance oberste Priorität habe und keine Beweise für eine solche Umleitung vorlägen.
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Starke Zahlen rücken in den Hintergrund
Diese doppelte Unsicherheit drückt auf die Stimmung der Anleger. Am Freitag verabschiedete sich das Papier mit einem Abschlag von 2,53 Prozent bei 145,54 Euro ins Wochenende, womit sich das Minus seit Jahresbeginn auf 9,66 Prozent ausweitet. Dabei sprechen die operativen Ergebnisse eine völlig andere Sprache. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 verbuchte der Konzern einen Umsatzsprung von 73 Prozent auf 68,13 Milliarden US-Dollar. Allein das Rechenzentrums-Geschäft steuerte über 62 Milliarden US-Dollar bei.
Ein erster juristischer Meilenstein steht bereits am 21. April 2026 mit der geplanten Anhörung zum Fallmanagement der Sammelklage an. Unabhängig von den aktuellen Störfeuern hält das Management an seinen langfristigen Zielen fest. Mit der bevorstehenden Auslieferung der neuen Chip-Architekturen Blackwell und Rubin peilt das Unternehmen bis Ende 2027 kumulierte KI-Chip-Verkäufe in Höhe von einer Billion US-Dollar an.
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