Auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz GTC 2026 lieferte Nvidia am Donnerstag gleich zwei gewichtige Nachrichten: Die neue KI-Plattform Vera Rubin geht in Produktion und das lange blockierte China-Geschäft läuft wieder an. Zusätzlich verdoppelte CEO Jensen Huang die langfristige Auftragsprognose auf eine Billion US-Dollar. Dennoch reagierten Anleger auf diese fundamentalen Meilensteine überraschend unterkühlt.
China-Comeback und neue KI-Generation
Im Zentrum der Veranstaltung in San Jose stand die neue Architektur Vera Rubin. Das System bündelt sieben neue Chips, darunter die erste Entwicklung des kürzlich für 20 Milliarden Dollar übernommenen Start-ups Groq. Laut Unternehmensangaben soll die Plattform die Leistung pro Watt im Vergleich zum Vorgänger Grace Blackwell verzehnfachen.
Fast noch wichtiger für die Umsatzentwicklung war eine Ankündigung abseits der Hardware: Nvidia hat nach monatelanger Pause durch US-Exportbeschränkungen wieder grünes Licht für Lieferungen nach China. Die Produktion der H200-Prozessoren für den dortigen Markt läuft bereits wieder an. Zuvor war der Konzern in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, die einst ein Fünftel der Rechenzentrums-Umsätze ausmachte, faktisch blockiert.
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Analysten optimistisch, die Börse zögert
Diese operativen Fortschritte veranlassten das Management, die Prognose für Rechenzentrums-Aufträge bis 2027 auf eine Billion US-Dollar zu verdoppeln. Goldman Sachs wertete dies umgehend als klares Signal, dass die Investitionen in Künstliche Intelligenz noch lange nicht ihren Höhepunkt erreicht haben.
Am Markt spiegelte sich dieser Analysten-Optimismus allerdings kaum wider. Der Titel verharrt nach einem leichten Tagesverlust bei 154,34 Euro und notiert damit auf Sicht von 30 Tagen weiterhin leicht im Minus. Selbst ein Rekordumsatz von 68,1 Milliarden Dollar im abgelaufenen Quartal reichte zuletzt nicht aus, um die Aktie aus ihrer mehrmonatigen Seitwärtsbewegung zu befreien.
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Das Problem der schieren Größe
Verantwortlich für diese träge Kursentwicklung ist paradoxerweise der immense Erfolg des Chipentwicklers. Mit einer Marktkapitalisierung von über vier Billionen Dollar gehorcht das Papier laut den Analysten von TD Cowen inzwischen anderen Gesetzen. Große Kapitalströme und Handelsdynamiken deckeln den Kurs vorerst. Um den aktuellen Wert zu verdoppeln, müsste der Konzern eine Bewertung von neun Billionen Dollar erreichen – das entspräche der kombinierten Wirtschaftsleistung von Deutschland und Indien.
Neben dem reinen Chipgeschäft treibt Nvidia parallel die physische KI voran. Eine neue Partnerschaft mit Uber, die bis 2028 autonome Fahrzeugflotten in 28 Städten auf die Straße bringen soll, unterstreicht den Anspruch, zur universellen Plattform zu werden. Die für das erste Quartal 2027 angepeilten Umsätze von 78 Milliarden Dollar bilden die nächste konkrete Messlatte für das operative Geschäft. Dabei sind die neu anlaufenden China-Erlöse in dieser Prognose noch gar nicht enthalten.
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