Rekordstände an der Börse und milliardenschwere Infrastruktur-Deals dominieren bei Nvidia das Bild. Der KI-Pionier zementiert seine Marktmacht mit massiven Investitionen in Rechenzentren. Hinter der glänzenden Fassade zeigt sich allerdings eine bemerkenswerte Sektor-Rotation.
Milliarden für das Glasfaser-Netz
Um langfristige Kapazitäten zu sichern, schmiedet der Konzern weitreichende Allianzen. Eine neue Partnerschaft mit dem Rechenzentrumsbetreiber IREN umfasst KI-Infrastruktur für bis zu fünf Gigawatt. Das Abkommen beinhaltet eine Investitionsoption im Wert von rund 2,1 Milliarden US-Dollar.
Parallel dazu vertieft Nvidia die Zusammenarbeit mit Corning. Der Fokus liegt auf dem Wechsel von Kupfer- auf Glasfaserverbindungen in KI-Clustern. Dafür fließen bis zu 3,2 Milliarden Dollar in das Spezialglas-Unternehmen. Corning plant im Gegenzug, seine US-Kapazitäten durch neue Werke in North Carolina und Texas massiv auszubauen.
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Konkurrenz holt auf
An der Börse honorieren Investoren diesen Expansionskurs. Die Nvidia-Aktie schloss am Freitag bei 182,60 Euro und markierte damit ein neues 52-Wochen-Hoch. Auf Wochensicht verbucht das Papier ein Plus von gut sieben Prozent.
Im direkten Branchenvergleich wirkt diese Entwicklung fast bescheiden. Während der Marktführer moderat zulegt, verzeichnen andere Halbleiterwerte im gleichen Zeitraum massive Kurssprünge:
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- AMD: +26 Prozent
- Intel: +36 Prozent
- Micron: +44 Prozent
Analysten von Mizuho sprechen von einer Wachablösung. Das Investoreninteresse weitet sich offenbar von reinen Grafikprozessor-Spezialisten auf das breitere KI-Ökosystem aus. Mit einer Marktkapitalisierung jenseits der Fünf-Billionen-Dollar-Marke bleibt Nvidia indes das unangefochtene Schwergewicht der Branche.
Gegenwind und Quartalszahlen
Abseits der operativen Erfolge ziehen regulatorische Wolken auf. US-Behörden prüfen Berichten zufolge einen möglichen Schmuggel von Chips nach China über thailändische Mittelsmänner. Hinzu kommen Insiderverkäufe. Führungskräfte trennten sich in den vergangenen 90 Tagen von Aktien im Wert von rund 162 Millionen Dollar.
Goldman Sachs hält an der Kaufempfehlung fest und ruft ein Kursziel von 250 Dollar auf. Die Investmentbank erwartet ein starkes Quartal, getrieben durch die anhaltend hohe Nachfrage im Rechenzentrumsgeschäft. Am 20. Mai legt Nvidia seine Bücher offen. Dann muss das Management konkrete Antworten zur Entwicklung der Bruttomargen und dem Fortschritt im CPU-Geschäft liefern.
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