Nvidia geht mit Rückenwind in die wichtigste Show des Jahres. Nach einem Rekordquartal hat der Konzern diese Woche die Termine für die Entwicklerkonferenz GTC (16.–19. März) bestätigt – und CEO Jensen Huang macht mit „Chip-Überraschungen“ gezielt Spannung. Entscheidend wird, ob hinter den Andeutungen echte Produktfortschritte stehen, die das Wachstum im KI-Geschäft weiter tragen.
Rekordzahlen – und ein klarer Fokus
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (per 25. Januar 2026) lieferte Nvidia neue Bestmarken ab: Der Umsatz stieg auf 68,1 Mrd. US-Dollar, 20% mehr als im Vorquartal und 73% mehr als ein Jahr zuvor. Auf Jahressicht kamen 215,9 Mrd. US-Dollar zusammen (+65%).
Bemerkenswert ist dabei vor allem die Konzentration: Mehr als 91% der Erlöse stammen inzwischen aus dem Data-Center-Segment – dort sitzen die KI-Chips, die den aktuellen Boom antreiben. Entsprechend kletterte der Data-Center-Umsatz im Quartal auf 62,3 Mrd. US-Dollar (+75%). Die bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,62 US-Dollar über der Analystenschätzung von 1,53 US-Dollar.
Auch die Profitabilität bleibt ein starkes Argument: Für das Gesamtjahr meldete Nvidia 71% Bruttomarge, 60,6% operative Marge und 55,6% Nettomarge – unterm Strich 120,1 Mrd. US-Dollar Nettogewinn.
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Der nächste Test: GTC 2026
Am 16. März hält Jensen Huang die Keynote in San Jose. Inhaltlich soll sie die neuesten Entwicklungen „über den gesamten KI-Stack“ abdecken – von Rechenbeschleunigung und „AI Factories“ über offene Modelle und agentische Systeme bis hin zu „Physical AI“. Insgesamt sind mehr als 1.000 Sessions angekündigt, mit Themen von KI-Rechenzentren über Robotik und digitale Zwillinge bis zu Enterprise-KI.
Die eigentliche Aufmerksamkeit zieht jedoch ein Satz an: Huang kündigte „ein paar neue Chips, die die Welt noch nie zuvor gesehen hat“ an. Nvidia lässt offen, ob es dabei um neue Data-Center-Beschleuniger, Networking oder andere Chip-Kategorien geht. Gleichzeitig betonte Huang, dass weitere Leistungssprünge schwieriger werden, weil Technologien näher an physikalische Grenzen rücken. Das setzt die Erwartungshaltung: Fortschritt ja – aber nicht um jeden Preis.
Passend dazu bestätigte CFO Colette Kress bereits vor der Konferenz, dass erste Muster der nächsten Plattform „Vera Rubin“ an Kunden ausgeliefert wurden. Die Systeme gelten als Nachfolger von Grace Blackwell und könnten später im Jahr zum nächsten großen Produktzyklus werden.
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Eine zusätzliche Wegmarke für Investoren ist der Terminplan: Am 17. März will Nvidia eine Financial-Analyst-Q&A-Session anbieten – ein Format, das häufig Hinweise liefert, welche Themen das Management für die nächsten Quartale besonders betont.
Ausblick, Kapital und Kursbild
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt Nvidia 78,0 Mrd. US-Dollar Umsatz in Aussicht (±2%). Auffällig: In dieser Prognose wird kein Data-Center-Compute-Umsatz aus China unterstellt. Gleichzeitig zeigen die Erwartungen an die großen Cloud-Anbieter, wie stark der Markt auf weitere Infrastrukturinvestitionen setzt: Die geschätzten Capex der fünf größten Hyperscaler (zusammen etwas über 50% von Nvidias Data-Center-Umsatz) seien seit Jahresbeginn um knapp 120 Mrd. US-Dollar gestiegen und näherten sich 700 Mrd. US-Dollar.
Bei der Kapitalallokation blieb Nvidia aggressiv: Im Geschäftsjahr 2026 wurden Aktien im Wert von 40,1 Mrd. US-Dollar zurückgekauft. Zudem wird am 1. April eine Quartalsdividende von 0,01 US-Dollar je Aktie gezahlt (Stichtag 11. März).
An der Börse wirkt das Papier nach der jüngsten Schwächephase kurzfristig weiter etwas schwerfällig: In den letzten sieben Tagen steht ein Minus von 5,91% zu Buche, heute liegt die Aktie leicht im Plus. Der konkrete nächste Impuls dürfte jedoch weniger vom Tagesrauschen kommen – sondern von dem, was Nvidia auf der GTC ab dem 16. März tatsächlich auf die Bühne bringt.
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