Der KI-Gigant liefert Rekordumsätze am Fließband und investiert Milliarden in strategische Partnerschaften. Dennoch zeigt die Kurve an der Börse im Jahr 2026 nach unten. Sorgen um Zölle und eine mögliche KI-Blase drücken die Bewertung auf ein Niveau, das Anleger seit über einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen haben.
Milliarden-Bündnis zur Absicherung
Um die eigene Marktführerschaft zu untermauern, hat Nvidia Ende März eine strategische Partnerschaft mit Marvell Technology geschlossen. Neben der technischen Zusammenarbeit fließt ein Investment von zwei Milliarden US-Dollar. Im Zentrum steht die Plattform NVLink Fusion. Diese ermöglicht es Kunden, maßgeschneiderte KI-Infrastrukturen zu entwickeln und dabei auch Chips von Drittanbietern in Nvidias Netzwerk zu integrieren.
Die Logik hinter dem Deal ist taktischer Natur. Marvell verzeichnet ein massives Wachstum bei maßgeschneiderten KI-Chips und unterstützt unter anderem Amazon Web Services bei der Entwicklung von Nvidia-Alternativen. Durch die Einbindung in das NVLink-Ökosystem stellt Nvidia sicher, dass auch Konkurrenz-Hardware auf die eigene Netzwerkinfrastruktur angewiesen bleibt. Dieser Schritt reiht sich in ähnliche Milliarden-Investitionen bei Lumentum und Coherent ein, mit denen Nvidia zuvor bereits die Produktion wichtiger optischer Bauteile absicherte.
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Rekordzahlen treffen auf Skepsis
Operativ gibt es kaum Anzeichen für eine Schwäche. Das Ende Januar abgeschlossene vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 brachte einen Rekordumsatz von 68,1 Milliarden US-Dollar. Für das laufende erste Quartal peilt das Management sogar 78 Milliarden US-Dollar an.
Trotz dieser fundamentalen Stärke steht der Aktienkurs unter Druck. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus und notiert aktuell bei rund 175 US-Dollar. Diese Diskrepanz zwischen Geschäftsentwicklung und Aktienkurs hat zu einer historischen Bewertungsanomalie geführt. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von Nvidia ist kürzlich auf das Niveau des breiten S&P 500 Index gefallen. Ein solches Gleichgewicht gab es seit über zehn Jahren nicht mehr.
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Zölle als Unsicherheitsfaktor
Verantwortlich für die Zurückhaltung der Investoren sind handfeste makroökonomische Risiken. Mögliche Zölle der US-Regierung auf Importe aus Taiwan stellen eine direkte Bedrohung für die Lieferkette dar. Nvidia ist bei der Chipfertigung stark von Auftragsfertigern wie TSMC abhängig. Gleichzeitig ist Taiwan der zweitgrößte internationale Markt für das Unternehmen und trug im Geschäftsjahr 2025 rund 16 Prozent zum Gesamtumsatz bei.
Um das Vertrauen der Anleger in dieser volatilen Phase zu stützen, greift das Management tief in die Kasse. Nach Ausschüttungen und Aktienrückkäufen in Höhe von 41,1 Milliarden US-Dollar im vergangenen Geschäftsjahr stehen aktuell noch 58,5 Milliarden US-Dollar für weitere Rückkäufe zur Verfügung.
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