Nvidias KI-Dominanz wird gerade auf eine harte Probe gestellt. Denn trotz starkem Wachstum reagieren Anleger nervös – nicht nur wegen der Konkurrenz, sondern auch wegen der Kostenwucht im gesamten KI-Ökosystem. Was steckt hinter der wachsenden Skepsis am Markt?
Starkes Wachstum, sinkende Geduld
Operativ lieferte der Konzern zuletzt eigentlich das, was Anleger sehen wollen: Für das Januar-Quartal meldete Nvidia laut CNBC einen Umsatzsprung um 73% auf 68 Milliarden Dollar. Für das laufende Quartal stellte das Unternehmen sogar ein Umsatzwachstum von 77% in Aussicht.
Trotzdem bremst der Blick nach vorn die Euphorie. Analysten rechnen laut CNBC damit, dass sich das Wachstum in den kommenden drei Jahren deutlich abkühlen könnte – mit Projektionen von 30%, 13% und 14%. Genau diese erwartete Normalisierung trifft einen Markt, der Nvidia lange wie einen Dauerläufer bewertet hat.
Milliarden-Deals – aber auch Milliarden-Pflichten
Parallel verschärft sich der Wettlauf um Rechenleistung. The Register berichtet, dass OpenAI am 27. Februar eine Finanzierungsrunde über 110 Milliarden Dollar ankündigte – bei einer Bewertung (pre-money) von 730 Milliarden Dollar. SoftBank steuert demnach 30 Milliarden Dollar ohne Bedingungen bei, Nvidia weitere 30 Milliarden Dollar.
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Der entscheidende Punkt: Diese Beteiligung hängt direkt an Hardware-Abnahmen. OpenAI soll sich verpflichtet haben, 5 Gigawatt Rechenkapazität mit den neuesten Vera-Rubin-GPUs auszurollen – 3 Gigawatt für Inferenz, 2 Gigawatt fürs Training. Zudem werde ein bestehender Deal für Systeme auf Amazon Web Services auf insgesamt 100 Milliarden Dollar über acht Jahre ausgeweitet (The Register). Für Nvidia klingt das nach langfristiger Auslastung – für den Markt aber auch nach einem Geschäft, das immer größere Investitionen im gesamten System voraussetzt.
Konkurrenz, Cloud-Druck und Makro-Gegenwind
Dass die Stimmung im KI-Umfeld kippen kann, zeigte auch CoreWeave: Investopedia zufolge stürzte die Aktie des Cloud-Anbieters am 27. Februar um fast 20% ab, nachdem der Ausblick enttäuschte. Für das laufende Quartal stellte CoreWeave 1,9 bis 2,0 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht – erwartet wurden 2,29 Milliarden Dollar. Zwar steht laut Bericht ein Auftragsbestand von mehr als 60 Milliarden Dollar, aber der Markt reagierte auf die kurzfristige Lücke.
Gleichzeitig beschleunigt sich der Wettbewerb über alternative Chips. OpenAIs Runde soll auch eine bedingte Zusage von 50 Milliarden Dollar durch Amazon enthalten, gekoppelt an den Einsatz von 2 Gigawatt Amazon-Trainium-Chips. Außerdem berichtet Futurism/CNBC von großen Commitments in Richtung AMD Instinct GPUs und Google TPUs, inklusive eines 60-Milliarden-Dollar-Deals mit AMD.
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Und dann ist da noch das Makro-Thema: Laut The Motley Fool stieg der US-Erzeugerpreisindex im Januar stärker als erwartet um 0,8%. Das belastete Technologieaktien insgesamt und verstärkte den Abwärtsdruck.
Unterm Strich spiegelt sich das in der Kursentwicklung wider: Am Freitag schloss die Aktie bei 149,96 Euro, auf Tagessicht ein Minus von 4,20%.
Zumindest aus Sicht eines Morningstar-Analysten (zitiert von ETF Trends) ist das jedoch kein klassisches Blasen-Signal: Demnach könnten frühere Annahmen zu den Umsatzchancen der Blackwell- und Rubin-Produktlinien für 2026 eher konservativ sein, weil über das Jahr hinweg sequenzielles Wachstum erwartet wird.
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