Die Nvidia-Aktie hat in den ersten Wochen des Jahres 2026 den breiten Markt underperformt – und das, obwohl das operative Geschäft glänzt. Im dritten Geschäftsquartal (Stichtag Oktober 2025) steigerte der Chipgigant den Umsatz um 62 Prozent auf 57 Milliarden Dollar. Für das vierte Quartal stellte das Unternehmen rund 65 Milliarden Dollar in Aussicht. Die Zahlen für dieses Quartal sollen am 25. Februar 2026 vorgelegt werden. Doch trotz dieser beeindruckenden Wachstumsraten bleibt die Aktie unter Druck. Was läuft schief?
600 Milliarden Dollar KI-Investitionen sorgen für Unruhe
Die Tech-Giganten investieren in diesem Jahr so viel wie nie zuvor in KI-Infrastruktur. Amazon kündigte am 6. Februar 2026 an, rund 200 Milliarden Dollar für Investitionsausgaben einzuplanen, hauptsächlich für KI-Infrastruktur und Rechenzentren. Die Google-Mutter Alphabet plant 175 bis 185 Milliarden Dollar, Meta bewegt sich mit 115 bis 135 Milliarden Dollar in ähnlicher Größenordnung. Zusammengenommen wollen diese vier Konzerne in einem einzigen Jahr über 600 Milliarden Dollar ausgeben.
Das Problem: Amazons freier Cashflow lag zuletzt bei nur 11,2 Milliarden Dollar. Der Konzern plant damit für 2026 einen deutlich negativen freien Cashflow ein. Für viele Investoren stellt sich die Frage, ob dieses Investitionstempo nachhaltig ist – oder ob hier eine Blase entsteht, die irgendwann platzen könnte.
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Eigenentwicklungen als Bedrohung
Ein weiterer Belastungsfaktor: Die großen Cloud-Anbieter entwickeln zunehmend eigene Chips. Amazon verfügt mittlerweile über ein eigenes Chip-Geschäft mit einer jährlichen Umsatzrate von über 10 Milliarden Dollar. Der hauseigene KI-Chip Trainium2 ist bereits vollständig ausgebucht. Mit Anthropic nutzt ein prominenter KI-Entwickler den Chip, um seine Modelle zu trainieren. Amazon-CEO Andy Jassy machte während des Earnings-Calls am 6. Februar 2026 klar, dass die Kosten von KI-Chips eine erhebliche Hürde darstellen und Amazon mit eigenen Lösungen gegensteuern wolle.
Auch Alphabet und Microsoft treiben ihre eigenen KI-Chip-Programme voran. Sollte es diesen Konzernen gelingen, leistungsfähige Alternativen zu deutlich günstigeren Preisen anzubieten, könnte das Nvidias Preissetzungsmacht und damit die Margen langfristig unter Druck setzen.
OpenAI-Deal geschrumpft
Wie die Financial Times am 19. Februar 2026 berichtete, steht Nvidia kurz davor, eine 30 Milliarden Dollar schwere Investition in OpenAI abzuschließen. Diese Investition würde Teil einer neuen Finanzierungsrunde für das KI-Start-up sein und könnte bereits an diesem Wochenende finalisiert werden. Der Deal ersetzt jedoch die ursprünglich angekündigte langfristige Investitionspartnerschaft über 100 Milliarden Dollar, die beide Unternehmen im September verkündet hatten. OpenAI wird zwar weiterhin einen Großteil des neuen Kapitals in Nvidia-Hardware reinvestieren, doch die ursprüngliche mehrjährige Partnerschaft kommt nicht zustande.
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Bewertung bleibt sportlich
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung Mitte Februar 2026 lag Nvidias Kurs-Gewinn-Verhältnis bei etwa 45, das Forward-KGV bei rund 24. Wolfe Research-Analyst Chris Caso nannte in einer Kundennotiz vom 13. Januar 2026 drei Hauptgründe für die Schwäche der Aktie: den späten Blackwell-Launch, Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-Ausgaben und die wachsende Bedrohung durch eigenentwickelte KI-Chips der Hyperscaler.
Hinzu kommen geopolitische Belastungen. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2026 verbuchte Nvidia eine Belastung von 4,5 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit überschüssigen H20-Lagerbeständen und Kaufverpflichtungen. Die US-Exportkontrollen für den chinesischen Markt bleiben ein struktureller Belastungsfaktor.
Die Quartalszahlen am 25. Februar dürften als nächster großer Katalysator fungieren. Sie werden zeigen, ob Nvidia sein Wachstumstempo halten kann – oder ob die Sorgen der Anleger berechtigt sind.
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