Die Nachfrage nach Rechenleistung für künstliche Intelligenz bestimmt weiterhin das Tempo beim weltweiten Marktführer für Beschleunigerprozessoren. Während Nvidia seine technologische Plattform mit der Vorstellung der neuen Rubin-Architektur weiterentwickelt, rückt die tatsächliche Lieferfähigkeit zunehmend in das Zentrum der unternehmerischen Planung. Große Infrastrukturprojekte in Asien und die Ausweitung der Auftragsfertigung untermauern die langfristigen Wachstumsziele des Konzerns.
Rubin-Architektur debütiert mit Leistungssprung
Mit der Plattform Vera Rubin NVL72 hat Nvidia erstmals offizielle Leistungsdaten im Benchmark MLPerf Inference v6.1 vorgelegt. Gegenüber dem Vorgängersystem GB300 NVL72 erzielte die Neuheit beim Modell Qwen3-VL einen bis zu 3,7-fach höheren Durchsatz. Auf DeepSeek-R1 lag die gemessene Leistung um das bis zu 2,5-Fache über dem bisherigen Niveau.
Die gesteigerte Rechenleistung stößt bei Großkunden bereits auf konkrete Nachfrage. In Indien plant Yotta Data Services den Einsatz von 80.000 Einheiten der Vera-Rubin-Reihe im Rahmen eines zwölf Milliarden Dollar schweren Expansionsprogramms. Zeitgleich setzt das südostasiatische Technologieunternehmen Sea Limited die Plattform ein, um Anwendungen im E-Commerce und im Finanzbereich zu betreiben.
Analysten heben Produktionsziele für KI-Beschleuniger an
Um den weltweiten Bedarf zu bedienen, hängt Nvidia maßgeblich an den Fertigungskapazitäten für fortschrittliche Gehäusetechnologien. Die Analysten von UBS passten ihre Produktionsschätzung für Nvidia-KI-Grafikprozessoren im Jahr 2027 nach oben an und erwarten nun 8,8 Millionen Einheiten, darunter rund 200.000 Exemplare der Serie Rubin CPX. Treiber dieser Anpassung ist der prognostizierte Ausbau der weltweiten CoWoS-Kapazitäten bei Chipherstellern wie TSMC.
Auch die längerfristigen Geschäftserwartungen bleiben ambitioniert. Das Management stellte für das Geschäftsjahr 2028 ein Umsatzwachstum von 70 Prozent in Aussicht. Nach Angaben von Vorstandschef Jensen Huang übersteigt die Kundennachfrage diese Marke noch deutlich, womit das Wachstum vor allem durch die reale Lieferkapazität der Lieferketten begrenzt wird.
Wall Street behält positive Haltung
Das Analysehaus Piper Sandler nahm die Beobachtung der Aktie neu auf. Analyst David O’Connor vergab eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 300 US-Dollar. Er begründete den Schritt mit einer erwarteten jährlichen Umsatzwachstumsrate von 47 Prozent bis zum Fiskaljahr 2030 sowie einem prognostizierten Gewinn je Aktie von 30 Dollar.
Am Markt behauptet sich der Titel auf hohem Niveau: Im deutschen Handel notiert das Papier bei 199,54 Euro. Mit einem Abstand von 1,5 Prozent bewegt sich der Kurs nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 202,50 Euro. Für die kommenden Monate richtet sich das Augenmerk der Marktteilnehmer darauf, ob die Auslieferungen der neuen Chipgeneration die hohen Zielmarken bei Umsatz und Marge termingerecht absichern können.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 23. September liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

