Noch vor einem Jahr prophezeite Nvidia-Chef Jensen Huang, dass praktisch nutzbare Quantencomputer etwa 20 Jahre entfernt seien. Diese skeptische Haltung kostete spezialisierte Quanten-Aktien wie D-Wave Quantum oder IonQ damals empfindliche Kursverluste. Jetzt vollzieht der Chip-Gigant eine 180-Grad-Wende – mit weitreichenden Konsequenzen für die strategische Ausrichtung des Konzerns.
Vom Skeptiker zum Lobbyisten
Im offiziellen Nvidia-Blog fordert Vizepräsidentin Krysta Svore den US-Kongress nun eindringlich auf, die National Quantum Initiative zu erneuern und bis Dezember 2034 zu verlängern. Die ursprünglich 2018 gestartete Initiative habe zwar Forschungsfortschritte gebracht, müsse aber dringend weiterentwickelt werden. Der Fokus solle vom reinen Laborstadium auf systemweite Implementierung und hybride Infrastrukturen verlagert werden.
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Huang selbst bezeichnete die aktuelle Phase im Juni 2025 auf der GTC-Konferenz in Paris als „Wendepunkt“ und räumte öffentlich ein, mit seiner pessimistischen Prognose falsch gelegen zu haben. Der technologische Fortschritt habe ihn beeindruckt – eine bemerkenswerte Kehrtwende für den sonst so vorsichtigen Konzernlenker.
Strategisches Eigeninteresse
Hinter dem plötzlichen Engagement steckt auch handfestes geschäftliches Kalkül. Mit der Plattform CUDA-Q bietet Nvidia bereits heute eine Schnittstelle an, die es Entwicklern ermöglicht, Quantenprozessoren und klassische Grafikprozessoren in einem hybriden System zu programmieren. Der Konzern positioniert sich damit als unverzichtbarer Infrastrukturanbieter für eine Zukunft, in der beide Technologien verschmelzen.
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„In Verbindung mit künstlicher Intelligenz wird das Quantencomputing die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, die nationale Sicherheit und die wissenschaftliche Führungsrolle dieses Jahrhunderts bestimmen“, heißt es im Blog-Beitrag. Nvidia drängt darauf, dass die USA ihre KI-Führung über das aktuelle Zeitalter hinaus in einen dauerhaften Vorteil umwandeln.
Der im Januar 2026 im Senat eingebrachte Gesetzesentwurf sieht neben der Verlängerung auch eine strategische Neuausrichtung vor. Während bisher Grundlagenforschung dominierte, sollen nun kommerzielle Anwendungen beschleunigt werden – etwa durch die Einbindung der NASA für Quantenkommunikation im Weltraum. Für Nvidia eröffnet das lukrative Geschäftsfelder an der Schnittstelle zwischen klassischem Hochleistungsrechnen und Quantentechnologie.
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