Nvidia Aktie: Seltener Bewertungsabschlag

Der KI-Chiphersteller Nvidia erzielt Rekordumsätze, wird aber an der Börse günstiger als der S&P 500 bewertet. Analysten bleiben optimistisch und sehen Wachstum durch neue Märkte.

Nvidia Aktie
Kurz & knapp:
  • KGV von Nvidia unter dem Niveau des S&P 500
  • Umsatzwachstum von 65 Prozent im Geschäftsjahr 2026
  • Expansion in neue Märkte wie Raumfahrt und China
  • Analysten halten an hohen Kurszielen fest

Der KI-Gigant Nvidia liefert Rekordumsätze am Fließband, an der Börse spiegelt sich diese Dominanz derzeit allerdings kaum wider. Stattdessen ist eine bemerkenswerte Situation eingetreten: Die Bewertung des Chipentwicklers ist unter den Durchschnitt des breiten Marktes gefallen. Ein genauerer Blick auf die Diskrepanz zwischen operativer Stärke und stagnierendem Aktienkurs offenbart die aktuelle Skepsis der Investoren.

Auf Basis der erwarteten Gewinne für 2026 liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von Nvidia nur noch bei etwa 20. Damit wird die Aktie günstiger gehandelt als der S&P 500. Diese Bewertungskompression steht in starkem Kontrast zur operativen Entwicklung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 kletterte der Umsatz um 65 Prozent auf 215,9 Milliarden US-Dollar. Allein das Rechenzentrums-Geschäft trug im vierten Quartal 62,3 Milliarden US-Dollar bei. Trotz dieser fundamentalen Stärke hat das Papier seit Jahresanfang 9,66 Prozent an Wert verloren und schloss am Freitag bei 145,54 Euro.

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Neue Märkte im Visier

Um das Wachstum aufrechtzuerhalten, erschließt das Management neue Geschäftsfelder. Ein strategischer Vorstoß zielt auf die Raumfahrt ab. Mit dem speziell entwickelten „Space-1 Vera Rubin Module“ will das Unternehmen KI-Berechnungen direkt im Orbit ermöglichen. Das System soll eine 25-fach höhere Rechenleistung für Weltraumanwendungen bieten als die bisherigen H100-Chips.

Gleichzeitig arbeitet Nvidia an einer Rückkehr auf den chinesischen Markt. Die Produktion der H200-Chips für dortige Kunden läuft an, zudem wird eine angepasste Version des Groq-KI-Beschleunigers vorbereitet. Da China im Jahr 2024 noch Umsätze zwischen 12 und 15 Milliarden US-Dollar beisteuerte, könnte dieser Schritt die zukünftigen Bilanzen erheblich stützen.

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Wall Street bleibt optimistisch

Führende Investmentbanken lassen sich von der aktuellen Kursschwäche nicht beirren. Sie verweisen auf stark gestiegene Vorabbestellungen und die hohe Nachfrage nach der neuen Blackwell-Architektur. Die aktuellen Kursziele spiegeln dieses Vertrauen wider:

  • Goldman Sachs: Kaufempfehlung mit Ziel 250 US-Dollar
  • Bank of America: Kaufempfehlung mit Ziel 300 US-Dollar
  • Rosenblatt Securities: Kaufempfehlung mit Ziel 325 US-Dollar

Für die kommenden Jahre zeichnet sich eine deutliche Diskrepanz zwischen den internen Erwartungen und den Prognosen der Analysten ab. Während CEO Jensen Huang bis Ende 2027 kumulierte Verkäufe der Blackwell- und Rubin-Chips in Höhe von einer Billion US-Dollar erwartet, geht die Wall Street derzeit von lediglich 480 Milliarden US-Dollar aus. Um diese Lücke zu schließen und den Bewertungsabschlag abzubauen, muss Nvidia beweisen, dass die margenstarken Software- und Netzwerkplattformen die Kunden langfristig an das eigene Hardware-Ökosystem binden.

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