Nvidia Aktie: Showtime am Mittwoch

Nvidia steht vor entscheidenden Quartalszahlen mit hohen Erwartungen. Gleichzeitig sichert sich Samsung eine exklusive Lieferantenrolle für die kommende Spitzentechnologie.

Nvidia Aktie
Kurz & knapp:
  • Analysten erwarten starke Gewinn- und Umsatzsprünge
  • Samsung beliefert exklusiv Nvidias kommende High-End-GPU
  • Nvidia plant Rückkehr in den PC-Markt mit KI-Chips
  • Investitionen der Tech-Giganten als zentrales Risiko

Während die Märkte unter Zollchaos und Iran-Spannungen ächzen, richtet sich der Blick auf ein Ereignis, das die nächsten Monate prägen könnte: Am Mittwoch legt Nvidia seine Quartalszahlen vor. Die Erwartungen sind gewaltig – und könnten über weit mehr entscheiden als nur den Kurs des Chipriesen.

Analysten rechnen mit Gewinnexplosion

Die Wall Street erwartet für das vierte Geschäftsquartal ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 1,52 Dollar – ein Sprung um 71 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 0,89 Dollar. Beim Umsatz kalkulieren Analysten mit 65,67 Milliarden Dollar, was einem Plus von 67 Prozent entspricht. Das Kursziel? Einige Experten sehen bis zu 35 Prozent Aufwärtspotenzial. Christian Henke von IG bringt es auf den Punkt: „Diese Zahlen könnten für den KI-Sektor, aber auch für den gesamten Aktienmarkt richtungsweisend sein.“

Die Nvidia-Aktie beendete den Freitag an der NASDAQ bei 189,82 Dollar mit einem Plus von 1,02 Prozent. Doch in einem Marktumfeld, das von Trumps Zollkapriolen (erst 10, dann 15 Prozent auf weltweite Importe) und steigenden Ölpreisen (Brent bei 71 Dollar, plus 10 Dollar seit Jahresanfang) geprägt ist, braucht es mehr als solide Zahlen. Es braucht einen Befreiungsschlag.

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Samsung sichert sich Schlüsselrolle bei Vera Rubin

Während die Märkte auf die Quartalszahlen warten, bahnt sich im Hintergrund eine technologische Weichenstellung an. Laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur ChosunBiz wird Samsung die exklusive Belieferung für das High-End-Modell von Nvidias kommender GPU-Serie „Vera Rubin“ übernehmen. Im Zentrum steht die sechste Generation des High Bandwidth Memory (HBM4), speziell für die Ultra-Hochleistungs-Variante NVL72.

Samsungs Trumpfkarte: Der 10-Nanometer-DRAM der sechsten Generation (1c) ermöglicht Geschwindigkeiten von 13 Gigabit pro Sekunde – über 40 Prozent mehr als der internationale Standard – und steigert die Energieeffizienz um bis zu 20 Prozent. Während Konkurrenten SK Hynix und Micron auf die bewährte fünfte Generation setzen, erfüllt nur Samsung die extremen Leistungsanforderungen für Nvidias Spitzenmodell. Die Markteinführung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.

Das High-End-Segment verspricht dabei außerordentliche Margen: Branchenkenner schätzen, dass die Preise für diese Premium-Komponenten das Zwei- bis Dreifache der Vorgängergeneration erreichen könnten.

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PC-Comeback und neue Partnerschaften

Nvidia plant zudem seine Rückkehr in den PC-Markt. Nach Jahren der Dominanz im Rechenzentrumsgeschäft will der Konzern noch 2026 erste KI-fokussierte Laptopchips in Modellen von Dell Technologies und Lenovo auf den Markt bringen. Die sogenannten System-on-a-Chip-Prozessoren (SoC) kombinieren zentrale Recheneinheiten mit Nvidias GPU-Technologie.

Parallel dazu verkündeten Cisco und SharonAI den Aufbau von Australiens erster Cisco Secure AI Factory – angetrieben von 1.024 Nvidia Blackwell Ultra GPUs. Das Projekt unterstützt Australiens National AI Plan und zeigt, wie Nvidia seine Infrastruktur global ausbaut.

Unsicherheit bleibt

Doch ein Risiko schwebt über allem: Die Investitionsbereitschaft der Tech-Giganten. Sollten OpenAI, Microsoft, Google, Meta und Amazon ihre KI-Budgets drosseln, könnte die Nachfrage nach High-End-GPUs einbrechen. In einem Markt, den LBBW-Analyst Berndt Fernow als „großes Chaos“ beschreibt, wird Nvidia am Mittwoch zeigen müssen, ob die KI-Story trägt – oder ob die Bewertungen zu weit gelaufen sind.

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