Mehr als 100.000 Grace-Blackwell-Beschleuniger sollen beim Training von OpenAIs neuem KI-Modell eingesetzt worden sein. Weitere 400.000 Nvidia-GPUs stehen im Raum. Für Nvidia ist die Größenordnung ein eindrucksvoller Hinweis darauf, wie stark die Nachfrage nach Rechenleistung im KI-Zeitalter inzwischen geworden ist.

Die Aktie reagierte am Donnerstag in Deutschland aktuell auf die generell guten Aussichten indes kaum. Das Papier kostete rund 192 Euro und verlor etwa 0,2 %. Auf Monatssicht liegt Nvidia leicht im Plus, über sechs Monate beträgt der Zuwachs rund 20 %.

Nvidia: Die Nachfrage bleibt sehr gut

Der entscheidende Punkt ist inzwischen weniger, ob die Nachfrage nach KI-Beschleunigern hoch ist. Anleger müssen einschätzen, wie lange sie auf einem derart außergewöhnlichen Niveau bleiben kann. Hyperscaler investieren zweistellige Milliardenbeträge in Rechenzentren, während Nvidia mit Blackwell weiterhin den technologischen Maßstab im Hochleistungssegment setzt.

Gleichzeitig nimmt der Wettbewerb zu. Huawei arbeitet in China an leistungsfähigeren Ascend-Chips. Hohe Preise und Exportbeschränkungen für amerikanische Technologie schaffen dort einen eigenen Markt, auf dem Nvidia nicht frei agieren kann.

Die enorme OpenAI-Nachfrage zeigt jedoch, wie groß der Vorsprung im westlichen KI-Ökosystem weiterhin ist. Mehr als 100.000 Beschleuniger entsprechen bereits einer Rechenzentrumsinfrastruktur von erheblicher Dimension. Sollten tatsächlich weitere 400.000 Einheiten folgen, bliebe allein dieses Projekt ein bedeutender Nachfragetreiber.

Für Nvidia verschiebt sich die Messlatte dadurch immer höher. Der Markt erwartet nicht mehr nur Wachstum, sondern dauerhaft außergewöhnliche Wachstumsraten bei gleichzeitig hohen Margen. Genau deshalb können selbst spektakuläre Bestellgrößen inzwischen zu Nachrichten werden, ohne automatisch einen Kurssprung auszulösen.

Analysten sind auch für diese Aktie der Meinung, dass das Ziel längst nicht erreicht ist. Die Kursziele sind deutlich höher angesiedelt!