Nvidia hatte zuletzt Zahlen veröffentlicht, die durchaus gut waren. Die Amerikaner konnten sich seither aber nicht entscheidend nach oben absetzen. Am Montag nun waren es rund 188 Euro Kursniveau, das die Nvidia noch immer von einem schnellen Durchbruch abhält. Die Allzeithochs liegen bei rund 202 Euro noch deutlich höher. Die Zahlen waren indes gut.

Nvidia: Positive Zahlen

Der Umsatz war mit rund 96 Mrd. Dollar deutlich über dem Konsens von 92,18 Milliarden US-Dollar. Damit wuchs er um über 100 % ggb. dem Vorjahr. Das war das schnellste Wachstumstempo seit sieben Quartalen.

Der entscheidende Prüfstein liegt jedoch beim laufenden Quartal. Die hohen KI-Ausgaben der großen Technologiekonzerne treffen auf steigende Kosten für HBM-Speicher. Bloomberg zufolge könnten Servermodelle mit Nvidia-GPUs ab Anfang 2027 mehr als 15 % teurer werden. Für Nvidia entsteht damit die Frage, ob Kunden die Mehrkosten vollständig akzeptieren oder ein Teil davon auf die Bruttomarge des Konzerns durchschlägt. Und dennoch gibt es durchaus Zweifel.

Diese Zweifel betreffen die Finanzierungskraft der Großkunden. Mehrere Technologiekonzerne haben zuletzt Belastungen für ihre freien Cashflows eingeräumt. Investoren dürften deshalb besonders auf den Übergang von Blackwell zu Vera Rubin achten. Die Frage lautet, ob die milliardenschweren Investitionen in KI-Infrastruktur auf dem bisherigen Niveau fortgesetzt werden können.

Das Umfeld außerhalb von Nvidia lieferte jüngst indes konkrete Signale. Intuit verlor nach einem enttäuschenden Umsatzausblick 11,7 %, während Adobe, ServiceNow und Atlassian jeweils mehr als 2 % nachgaben. Dabei kommt nun ein weiterer Faktor dazu: Die Fed als US-Zentralbank will wohl die Zinsen erhöhen. Das hilft der Stimmung nicht.