Wohin es für die Nvidia geht, ist derzeit recht offensichtlich: 168 Euro stehen heute auf den Kurstafeln. Die Notierungen sind damit auf dem Weg nach oben. Analysten haben sogar Kursziele von über 200 Euro ausgemacht, so jedenfalls der Konsensus.
Die strategischen Prioritäten von Nvidia zeigen sich derzeit weniger in Übernahmefantasien, die dem Unternehmen als Auslöser der jüngsten Rallye schon angedichtet worden waren als in gezielten Milliardeninvestitionen entlang der KI-Wertschöpfungskette. Im Mittelpunkt steht eine neue Partnerschaft mit Marvell Technology, die die Infrastruktur für Rechenzentren adressiert.
Nvidia beteiligt sich mit rund zwei Milliarden Dollar an Marvell. Die Investition erfolgt über wandelbare Vorzugsaktien und ist Teil einer strategischen Zusammenarbeit, bei der Marvell-Technologien über NVLink Fusion in Nvidias Systeme integriert werden. Marvell liefert dabei spezialisierte XPUs und Netzwerklösungen, während Nvidia zentrale Komponenten wie Vera-CPUs, ConnectX-Netzwerkkarten, BlueField-DPUs und Spectrum-X-Switches einbringt.
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Die Architektur ist so ausgelegt, dass jede implementierte Lösung zwingend Nvidia-Technologie enthält. Selbst wenn Kunden auf Marvell-spezifische Chips zurückgreifen, bleibt Nvidia integraler Bestandteil der Systeme und sichert sich entsprechende Umsatzanteile.
Die Investition steht nicht isoliert. Bereits zuvor hatte Nvidia jeweils rund zwei Milliarden Dollar in Lumentum und Coherent investiert. Ziel ist der Aufbau und die Absicherung von Lieferketten für optische Komponenten, die für Hochleistungsnetzwerke in Rechenzentren benötigt werden.
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Nvidia ist wieder voll im Geschäft
Auf der anderen Seite belasten regulatorische Prozesse das operative Geschäft in China. Die Auslieferung von H200-Chips verzögert sich erheblich, da die zuständige US-Exportbehörde Bureau of Industry and Security mit einem deutlichen Bearbeitungsstau konfrontiert ist. Die durchschnittliche Dauer für Genehmigungen hat sich zuletzt deutlich erhöht, während gleichzeitig Personalengpässe bestehen.
Obwohl bereits Bestellungen über mehr als zwei Millionen Einheiten für das Jahr 2026 vorliegen, wurde bislang kein Chip ausgeliefert. China hatte zuletzt rund 17 Milliarden Dollar zum Umsatz beigetragen, was etwa 13 % entspricht. Entsprechend führt die Verzögerung zu nicht realisierten Erlösen in erheblichem Umfang.
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