Der KI-Gigant Nvidia reitet weiterhin auf einer gigantischen Erfolgswelle. Am Mittwochabend legte der Konzern die mit Spannung erwarteten Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 vor. Obwohl die Ergebnisse auf allen Ebenen die kühnsten Erwartungen übertrafen, reagierte die Aktie nachbörslich zunächst mit einem Dämpfer. Ein klares Zeichen dafür, dass die Messlatte für den Tech-Riesen mittlerweile extrem hoch liegt.

Explosives Wachstum bei Umsatz und Gewinn

Die Nachfrage nach Hochleistungsprozessoren für Rechenzentren reißt einfach nicht ab. Nvidia katapultierte seinen Quartalsumsatz um sage und schreibe 85 % nach oben – auf atemberaubende 81,6 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt mit deutlich weniger gerechnet. Auch beim Gewinn gab es ein echtes Feuerwerk: Das bereinigte operative Ergebnis kletterte um fast 150 % auf stolze 53,5 Milliarden US-Dollar. Pro Aktie stand am Ende ein bereinigter Gewinn von 1,87 US-Dollar zu Buche, was die Prognosen der Experten mühelos schlug.

Zuckerl für Aktionäre und ein optimistischer Blick nach vorn

Um die treuen Anleger bei Laune zu halten, packt Nvidia-Chef Jensen Huang dicke Geschenke aus. Die Quartalsdividende wird drastisch von einem mickrigen Cent auf 25 Cent pro Aktie angehoben. Zudem spendiert das Management ein gigantisches neues Aktienrückkaufprogramm im Wert von zusätzlichen 80 Milliarden US-Dollar. Auch der Ausblick auf das laufende Quartal überzeugte auf ganzer Linie, da Nvidia stolze 91 Milliarden US-Dollar Umsatz anpeilt.

Warnung vor Chip-Knappheit bremst die Euphorie

Trotz des Zahlenfeuerwerks geriet der Kurs nachbörslich kurzzeitig ins Stolpern und verlor knapp 2,7 %. Ein Grund dafür dürften klassische Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally sein. Zudem dämpfte Huang die Euphorie ein wenig, indem er vor anhaltenden Engpässen bei der neuesten KI-Chipgeneration namens „Vera Rubin“ warnte. Die Produktion kommt der extremen Nachfrage kaum hinterher.