Die Bewertung von Nvidia hat eine historische Schwelle erreicht. Das Forward-KGV liegt zum ersten Mal seit über zehn Jahren auf dem Niveau des breiten S&P 500 – der Konzern, der den KI-Boom wie kein zweiter geprägt hat, wird heute nicht teurer gehandelt als der Gesamtmarkt. Und trotzdem greifen Anleger kaum zu.
Was steckt dahinter? Goldman-Sachs-Analysten wiesen auf eine auffällige Lücke hin: Nvidia dürfte 2026 rund 21 Prozent zum gesamten Gewinnwachstum des S&P 500 beisteuern – ein Wert, den kein anderes Einzelunternehmen im Index auch nur annähernd erreicht. Dass der Kurs dennoch unter Druck bleibt und seit dem Höchststand Marktwert in Höhe von 1,15 Billionen Dollar verloren hat, spricht für eine tiefgreifende Skepsis unter Investoren.
Das unterschätzte zweite Standbein
Dabei wächst Nvidia längst über das reine Chipgeschäft hinaus. Das Netzwerksegment, aufgebaut nach der Mellanox-Übernahme für rund 7 Milliarden Dollar im Jahr 2020, hat sich zum zweitgrößten Umsatzträger des Unternehmens entwickelt. Im letzten Quartal erzielte dieser Bereich allein 11 Milliarden Dollar Umsatz – mehr als Cisco im gesamten Jahr mit seinem Netzwerkgeschäft erwirtschaftet.
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Der strategische Kern dahinter: Nvidia liefert Rechenzentren nicht mehr nur GPUs, sondern komplette Infrastrukturpakete aus einer Hand – Chips, Vernetzung, Software. Wer skalierbare KI-Systeme aufbauen will, kommt an dieser Kombination kaum vorbei.
Partnerschaft mit Marvell befeuert das Ökosystem
Heute legte Nvidia nach. Die Ankündigung einer strategischen Partnerschaft mit Marvell Technology – verbunden mit einer Investition von 2 Milliarden Dollar – ließ die Marvell-Aktie um 11 Prozent steigen. Über die NVLink-Fusion-Plattform können Kunden künftig maßgeschneiderte KI-Infrastrukturen aufbauen, die nahtlos in das Nvidia-Ökosystem integriert sind. Marvell liefert dabei eigene Prozessoren und kompatible Hochgeschwindigkeitsnetzwerke, Nvidia steuert CPUs, Interconnects und Switches bei.
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Auch im Bereich Mobilfunk zielt die Kooperation auf Transformation: Gemeinsam wollen beide Unternehmen klassische Telekommunikationsnetze in KI-fähige 5G- und 6G-Infrastrukturen umwandeln.
Chinas Aufholjagd als Gegenwind
Nicht alles läuft in Nvidias Sinne. Huawei treibt mit dem für 2026 angekündigten KI-Chip Ascend 950 die Konkurrenz im Rechenzentrumsgeschäft voran – und das trotz westlicher Exportbeschränkungen. Dass der chinesische Konzern seinen High-End-Prozessor Kirin 9020 bereits in Massenproduktion fertigt, zeigt: Die Sanktionsstrategie des Westens entfaltet im Technologiebereich nur begrenzte Wirkung.
Für Nvidia bedeutet das mittelfristig verstärkten Wettbewerb im lokalen KI-Infrastrukturgeschäft Chinas – einem Markt, der strategisch kaum zu ignorieren ist.
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