Der KI-Gigant liefert beeindruckende Rekordumsätze und peilt mit seinen neuen Chip-Generationen die Billionen-Marke an. Dennoch notiert das Papier seit Jahresbeginn im Minus. Um die Dominanz im Rechenzentrum abzusichern und auf veränderte Kundenbedürfnisse zu reagieren, greift das Management nun tief in die Tasche.
Milliarden-Investment für mehr Flexibilität
Mit einer Eigenkapitalbeteiligung von zwei Milliarden US-Dollar an Marvell Technology baut der Konzern sein Netzwerk-Ökosystem strategisch um. Die erweiterte Partnerschaft rund um die NVLink-Fusion-Plattform ermöglicht künftig sogenannte Semi-Custom-Konfigurationen. Das bedeutet konkret: Kunden können eigene Spezialchips (ASICs) oder Bauteile von Fremdanbietern leichter in bestehende Nvidia-Umgebungen integrieren.
Marktbeobachter werten diesen Schritt als clevere Verteidigungsstrategie. Das Unternehmen behält die Kontrolle über die Architektur der Rechenzentren, bietet den großen Cloud-Anbietern aber genau die Flexibilität, die diese bei der Entwicklung eigener Hardware zunehmend einfordern.
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Historisch günstige Bewertung
Operativ läuft die Maschine derweil auf Hochtouren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 kletterte der Umsatz um 65 Prozent auf 215,9 Milliarden US-Dollar. CEO Jensen Huang rechnet damit, dass die aktuelle Blackwell-Architektur und die für Ende 2026 geplante Vera-Rubin-Serie bis Ende 2027 gemeinsame Lebenszeitumsätze von einer Billion US-Dollar generieren werden. Besonders die kommende Vera-Rubin-Plattform soll durch modernste 3-Nanometer-Fertigung die Kosten für KI-Inferenzen auf ein Zehntel drücken.
Trotz dieser Aussichten hat die Aktie im laufenden Jahr rund sechs Prozent an Wert verloren und pendelt aktuell im Bereich von 176 US-Dollar. Dieser Kursrückgang hat die Bewertung auf das 20,6-fache der erwarteten Gewinne gedrückt. Zum Vergleich: Der historische Median der letzten zehn Jahre liegt bei einem Vielfachen von über 45.
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Gegenwind aus Fernost und Washington
Die verhaltene Kursentwicklung lässt sich maßgeblich auf geopolitische und regulatorische Risiken zurückführen. Verschärfte US-Exportkontrollen zeigen Wirkung, wodurch der Marktanteil in China von ehemals 95 Prozent auf etwa 55 Prozent abgerutscht ist, während lokale Konkurrenten aufholen. Parallel dazu prüfen US-Behörden wie das Justizministerium mögliche Kartellverstöße bei der Bündelung von Hard- und Software.
Gestern bekräftigte die DBS Bank ungeachtet dieser Hürden ihre Kaufempfehlung und hob das Kursziel auf 220 US-Dollar an. Die Analysten stützen ihren Optimismus primär auf die anhaltend hohe Nachfrage nach margenstarken Komplettsystemen wie dem GB200 NVL72, die die asiatischen Marktverluste in der Bilanz überkompensieren.
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